Josh Tapen (l.) und Janik Riegert aus Hüttenberg sind weltweit in den Charts zu finden.
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Josh Tapen (l.) und Janik Riegert aus Hüttenberg sind weltweit in den Charts zu finden.

Band-Interview

Quarterhead: „Hüttenberg ist unsere Heimat“

  • vonPatrick Dehnhardt
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Ihre Musiktitel werden millionenfach heruntergeladen, sie arbeiten mit Stars wie Ofenbach, Voxxclub und Alle Farben zusammen, sind weltweit unterwegs: »Quarterhead«. Nun kommt ihre neueste Single heraus.

Die Musiktitel von »Quarterhead« werden millionenfach heruntergeladen, das Duo arbeitet mit den Stars der Branche zusammen. »Quarterhead« - das sind die Produzenten und Songwirter-Josh Tapen (26) und Janik Riegert (27). Die beiden schreiben ihre Songs aber nicht in der Sonne von Los Angeles, sondern in Hüttenberg.

Sie sind weltweit bekannt, Millionen Menschen hören Ihre Musik. Können Sie in Hüttenberg noch in Ruhe über die Straße gehen?

Josh Tapen: Zum Glück. Es ist auf jeden Fall gut, einen Ort zu haben, wo man sich fokussieren kann und einen nichts ablenkt. Und das ist in Hüttenberg der Fall.

Also ist ein Umzug nach Nashville oder Berlin kein Thema?

Tapen: Momentan ist das für uns kein Thema. Hüttenberg ist und bleibt unsere Heimat.

Janik Riegert: Die Umgebung ist ideal, wir haben hier auch unsere Studio-Community.

Sie teilen sich mit anderen Künstlern den Studiokomplex in Hüttenberg. Ist das ein Vorteil, mit anderen Musikern so dicht zusammen zu sein?

Riegert: Definitiv. Die Community lebt. Das heißt, dass man sich austauscht und auch mal Technik gegenseitig ausleiht. Es gibt eine Lounge, eine Küche und einen Gästeraum - eine sehr wohnliche Atmosphäre.

Gäste empfangen ist durch die Pandemie schwer geworden. Sie sind sonst nach London oder Nashville gereist, um mit Künstlern zusammenzuarbeiten. Wie läuft das jetzt ab?

Tapen: Seit einem Jahr läuft alles über Zoom. Wir haben uns da schnell daran gewöhnt. Die persönliche Komponente und die Vibes - die Schwingungen untereinander - gehen dabei aber leider ein wenig verloren. Beim Arbeiten selbst gerät man dann aber schnell in einen Flow.

Riegert: Künstler sitzen auf drei verschiedenen Kontinenten und arbeiten zusammen an einem Projekt - der eine in London, der andere in Nashville und wir in Hüttenberg.

Da muss die Internetverbindung in Hüttenberg aber sehr gut sein, oder?

Riegert: Wir haben seit ein paar Monaten Glasfaser, damit läuft es gut. Vorher hatten wir eine Hybridlösung mit einem Mix aus Breitbandanschluss und Funk, damit ging es auch.

Im Moment hört man gleich zwei Ihrer Lieder im Radio rauf und runter: »Head Shoulders Knees & Toes« zusammen mit Ofenbach und Norma Jean Martine. Und ein Lied über einen Kuckuck.

Riegert: Das mit dem Kuckucks-Lied ist ein kleiner Gag. HR3-Moderator Tobi Kämmerer hatte nach »Head Shoulders Knees & Toes« gemeint: ›Wenn ihr das mit dem Kinderlied könnt, dann könnt ihr das auch mit meinem Lieblingskinderlied.‹ Und das haben wir dann in 90 Minuten produziert.

Tapen: Viele denken mittlerweile, das wäre unsere neue Single. Aber die kommt erst heraus - in gut drei Wochen, Mitte April.

Wie heißt sie?

Riegert: »Touch my body«. Es geht vom Stil her in eine ähnliche Richtung wie »Head Shoulders Knees & Toes«. Josh wird dabei auch singen. Sonst haben wir viel mit anderen Musikern zusammengearbeitet. Jetzt ist es mal eine Single nur von uns.

Wie entsteht eigentlich so ein Hit wie »Head Shoulders Knees & Toes«?

Tapen: »Head Shoulders Knees & Toes« ist durch Zufall entstanden. Bei einer Session in Londen haben wir nach einem passenden Text zur Musik gesucht. Da kam uns das Kinderlied in den Sinn. Nach 20 Minuten war es fertig.

Der Song hat zig Millionen Downloads, hält sich auch nach Monaten noch immer in den Charts. Da kann man definitiv sagen dass das ein glücklicher Zufall.

Tapen: Auf genau diese ungeplanten Zufälle arbeitet man hin.

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