Private Feiern nur noch mit bis zu zehn Personen

  • vonred Redaktion
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Gießen(pm). Der Landkreis Gießen befindet sich mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 65,4 weiterhin in der zweithöchsten Warnstufe des Corona-Eindämmungskonzepts des Landes Hessen. Vor dem Hintergrund der Infektionslage ist eine weitere Allgemeinverfügung vorgesehen, die ab 24. Oktober (Samstag) bis einschließlich 1. November in Kraft treten wird.

250 aktive Corona-Fälle gibt es derzeit im Landkreis, davon sind sieben Personen in stationärer Behandlung. Insgesamt kommt der Kreis damit auf 806 Fälle seit Ausbruch der Pandemie.

Die Stadt Gießen verzeichnet eine Sieben-Tage-Inzidenz von 59. Die höchsten Inzidenzen verzeichnen Pohlheim (209,5), Lollar (135,8), Rabenau (99,3) und Wettenberg (79,5) (Stand 21. Oktober mittags). Die hohen Werte in diesen Kommunen lassen sich auf Infektionen innerhalb von Familien zurückführen, unter anderem nach Feiern oder anderen privaten Treffen, teilte der Landkreis mit. Die hohen Werte der Gemeinde Rabenau hängen mit der vergleichsweise niedrigen Einwohnerzahl zusammen. Nach bestätigten Infektionen wurde Quarantäne für jeweils eine Kita-Gruppe in Staufenberg sowie Gießen angeordnet.

Die Allgemeinverfügung sieht folgende weiteren Beschränkungen zum Infektionsschutz vor: Private Feiern sind nur noch mit maximal zehn Personen zulässig (bisher 25 Personen). Anwesende bei Trainings- und Wettkampfveranstaltungen - außer den Sporttreibenden - müssen Mund-Nase-Bedeckungen tragen. Zuschauer in Innenräumen sind nicht zugelassen, im Freien maximal 100 Zuschauer. Das Gesundheitsamt entscheidet, ob und unter welchen Auflagen eine höhere Zuschauerzahl gestattet werden kann. Veranstaltungen sind nur mit maximal 100 Personen zulässig. Auch hier entscheidet das Gesundheitsamt auf Antrag, ob und unter welchen Auflagen eine höhere Zahl gestattet werden kann. Bei Veranstaltungen, Sportveranstaltungen sowie in Gaststätten müssen für jede anwesende Person mindestens fünf Quadratmeter begehbare Fläche vorhanden sein. Für Besuche von Kinos, Theatern und Vergnügungsstätten sowie die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen sowie Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften, Gottesdiensten und Trauerfeiern gilt die Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen - auch am Sitzplatz. Dringend empfohlen wird das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen an Schulen auch während des Präsenzunterrichts ab der fünften Klasse.

Das Gesundheitsamt bittet, dass Personen, die ein Symptom einer Atemwegserkrankung haben, telefonisch ihre Hausarztpraxis oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren und Kontakte zu anderen Personen unbedingt vermeiden.

Voraussichtlich ab Montag werden 18 Bundeswehrkräfte das Team der Fall- und Kontaktpersonenermittlung verstärken. Zudem nehmen rund 30 Mitarbeiter aus anderen Bereichen der Kreisverwaltung Unterstützungstätigkeiten auf, sodass in Kürze insgesamt rund 100 Personen tätig sein werden. Eine weitere Verstärkung ist vorgesehen. Es wird geprüft, ob zusätzliche Arbeitsplätze kurzfristig in den Räumen der Kreisvolkshochschule in Lich eingerichtet werden können.

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