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Der »Laubtunnel« ist einer der besonders idyllischen Abschnitte des Panoramawegs Cleeberg. ARCHIVFOTO: PAD

Premiumwanderweg mit Turm

  • Patrick Dehnhardt
    VonPatrick Dehnhardt
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Der Panoramaweg rund um Cleeberg ist bei Wanderern beliebt. Nun soll er zum Premiumwanderweg werden und zudem einen Aussichtsturm erhalten.

Der Panoramaweg bei Cleeberg macht seinem Namen alle Ehre: Nicht nur am Aussichtspunkt Schornstein, sondern auch an anderen Stellen lässt sich von ihm weit über das Gießener Land und in den Taunus blicken. Zwischendurch führt er zwischen Bäumen hindurch und durch lauschige Flecken. Kein Wunder, dass er bei Wanderern so beliebt ist.

Nun soll der vor sechs Jahren eingeweihte und 11,9 Kilometer lange Rundwanderweg zum Premiumwanderweg werden. Dafür sprach sich der Umweltausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend aus. Zuvor hatte auch der Ortsbeirat Cleeberg seine Zustimmung signalisiert.

Bürgermeister Marius Reusch sagte, dass im Rahmen des Wanderwegekonzepts des Landkreis Gießen drei Wege in der Gemeinde darauf geprüft wurden, ob sie sich als Premiumwanderwege eignen. Der Panoramaweg Dornholzhausen erfülle die Kriterien nicht. Bei dem noch in Planung befindlichen Wanderweg in Oberkleen sei zunächst abzuklären, ob solch eine Einstufung überhaupt gewünscht sei. Der TSV treibt dort die Planungen für den Wanderweg voran.

Gerald Dörr (SPD) sagte, dass er vor Jahren einen Weg für Oberkleen in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Taunus entwickelt und bei Reuschs Amtsvorgänger vorgestellt habe. »Die Idee hat das Büro des Bürgermeisters nicht mehr verlassen.« Er will nun mit den Verantwortlichen des TSV in Kontakt treten.

Der Panoramaweg Cleeberg habe das Potenzial zum Premiumwanderweg, sagte der Bürgermeister. In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Taunus und dem Verein Gießener Land könnte er dementsprechend aufgerüstet werden. Nach den Kriterien seien derzeit aber zu viele Abschnitte asphaltiert, sodass teilweise über alternative Streckenführungen nachgedacht werden müsse.

Förderaussicht für Aussichtsplattform

Cleebergs Ortsvorsteherin Heidi Tonhäuser begrüßte die Idee: »Die Natur ist unser Kapital.« Ein Wanderweg stehe für sanften Tourismus. »Davon profitiert die Infrastruktur im Ort, etwa die Gastronomie.« Der Umweltbeirat sprach sich einstimmig für den Ausbau zum Premiumwanderweg aus.

Dr. Axel Wehrend schlug in diesem Zuge vor, über besondere Flächen für Hunde entlang des Wanderwegs nachzudenken. Auf eingezäunten Flächen könnten die Tiere toben, ohne eine Gefahr für Wildtiere zu sein. Zudem würde sich so die Hundehäufchenproblematik entschärfen lassen.

Der Wanderweg könnte zudem noch eine besondere Sehenswürdigkeit erhalten. Tonhäuser hatte den Antrag mitgebracht, eine Aussichtsplattform aufzustellen. Der Verein Gießener Land habe dafür in der Vergangenheit eine Förderung in Aussicht gestellt, damals sei eine Umsetzung jedoch am Zeitdruck gescheitert. Nun wolle man einen neuen Anlauf nehmen. Die Pflege des Aussichtsturms könne durch den Bauhof oder den Naturpark Taunus übernommen werden. Im Umweltausschuss fiel die Idee auf fruchtbaren Boden und wurde einstimmig befürwortet.

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