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ARCHIV - 06.09.2017, Hessen, Frankfurt am Main: Neu errichtete Wohnungen. Der Preisanstieg für Wohnimmobilien setzt sich unvermindert fort. (zu dpa "Kaufpreise bei Eigentumswohnungen ziehen weiter kräftig an" vom 17.07.2018) Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Immobilienpreise

Preissprung bei Häusern vor allem in Langgöns

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Laut einem Immobilienreport sind die Kosten für Wohneigentum in der Region im vergangenen Jahr teils erheblich angestiegen. Doch das gilt nicht für alle Kreiskommunen.

Wie haben sich die Immobilienpreise im Kreis Gießen und der Region in den letzten zwölf Monaten entwickelt? Wo ist der Erwerb von Wohneigentum spürbar teurer geworden, wo gibt es nach wie vor Schnäppchen?

Antworten darauf liefert der aktuelle Immobilienreport des Maklerunternehmens Homeday, der Preistrends aufzeigt. Wie die Analyse verdeutlicht, entwickeln sich die lokalen Immobilienmärkte vielerorts auch weiterhin sehr dynamisch. Ein schnelles Ende des anhaltenden Höhenflugs zeichnet sich bislang nicht ab.

Der regional größte Preissprung bei Häusern ist derzeit in Langgöns zu verzeichnen. Innerhalb eines Jahres verteuerten sich Eigenheime dort um 16,9 Prozent. Mit durchschnittlichen Kosten von 3810 Euro pro Quadratmeter werden die teuersten Häuser aktuell in Bad Vilbel angeboten.

Den stärksten Anstieg der Marktpreise im Wohnungssegment verorten die Immobilienexperten dagegen in Homberg (Ohm) mit 22,4 Prozent.

Hauspreise vielerorts gestiegen

Eine ähnlich hohe Dynamik des Häusermarkts wie in Langgöns zeigt sich auch in Biebertal, Wettenberg, Hungen und Lollar. Dort verlangen Verkäufer zwischen 12,7 Prozent und 16,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Reiskirchen (minus 3,6 Prozent) und Mücke (minus 0,3) ist hingegen ein leichter Rückgang bei den Preisen zu verzeichnen.

Vergleichsweise günstig ist der Hauserwerb in Mücke (850 Euro je Quadratmeter), Alsfeld (920 Euro) und Grünberg (1110 Euro), wo oft 50 bis 60 Prozent weniger gefordert werden als für ähnliche Verkaufsobjekte etwa in Friedberg.

Wie die Immobilienmarktanalyse von Homeday zeigt, legten die Preise für Eigentumswohnungen auch in Laubach, Hungen und Pohlheim erheblich zu. Dort lassen sich über die letzten zwölf Monate Preissprünge von bis zu 14,2 Prozent beobachten.

Etwas erfreulichere Neuigkeiten gibt es hingegen aus Alsfeld, der Gemeinde Wölfersheim und Bad Nauheim. Hier kletterten die geforderten Kaufsummen (1,2 bis 5,1 Prozent) weniger stark gegenüber den Vorjahres-Preisen an.

Trend könnte sich fortsetzen

"Auch in den kommenden Wochen und Monaten muss eher mit weiteren Preissteigerungen als mit einer Abkühlung des Immobilienmarktes gerechnet werden", macht Homeday-Gründer und Geschäftsführer Steffen Wicker in der Pressemitteilung deutlich.

"Eine allgemeine Trendwende, wie sie von mehreren Branchenexperten erwartet wird, lässt bislang noch auf sich warten. Nicht unwahrscheinlich also, dass der Immobilienboom der vergangenen Jahre noch eine Weile andauert."

Grundlage der aktuellen Auswertung sind regionale Marktpreisdaten. Berücksichtigt wurden deutschlandweit mehr als 20 Millionen Angebotsdaten der letzten fünf Jahre.

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