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Bauen oder Kaufen? Billiger wird es im Moment jedenfalls so oder so nicht. ARCHIV-FOTO: DPA

Immobilienmarkt

Die Preise steigen, das Angebot sinkt

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Wer rund um Gießen, Marburg oder Wetzlar ein Haus kaufen will, muss sich auf steigende Preise gefasst machen.

Die Kaufpreise für Einfamilienhäuser ziehen in Mittelhessen weiter an. Mit Ausnahme der Stadt Wetzlar nimmt die Zahl der verkauften Objekte jedoch deutlich ab.

Bei den Bauplätzen gehen die Verkaufszahlen in den Landkreisen Gießen und Marburg-Biedenkopf gegenüber den Vorjahren ebenfalls weiter zurück. Im Lahn-Dill-Kreis ist hingegen eine leichte Zunahme zu erwarten.

Diese Trends zeigt eine Mitteilung des Amts für Bodenmanagement in Marburg auf, die jetzt vorgelegt wurde. Das Amt hat bislang mehr als 80 Prozent der notariellen Kaufverträge des vergangenen Jahres ausgewertet. Hochrechnungen aus dieser Datenquelle zeigen eben diese ersten Trends für das Jahr 2019 für die Landkreise Gießen, Marburg-Biedenkopf und den Lahn-Dill-Kreis mit der Stadt Wetzlar.

Nicht mit erhoben sind die Werte und Zahlen für die Universitätsstädte Gießen und Marburg, die jeweils eigene Auswertungen vorlegen.

Im allen drei Landkreisen sank die Anzahl der Verkäufe von Wohnhäusern im Vergleich zu 2018 um knapp sechs Prozent. Im Landkreis Gießen wurden acht Prozent weniger Häuser als im Vorjahr verkauft, in Marburg-Biedenkopf sieben, im Lahn-Dill-Kreis hingegen nur zwei Prozent. Nur in der Stadt Wetzlar deutet sich mit über drei Prozent eine Zunahme an Hausverkäufen an.

Aber: Trotz fallender Verkaufszahlen sind bei den Geldumsätzen fast überall leichte Zuwächse zu verzeichnen. Lediglich im Landkreis Gießen gingen die Umsätze um zwei Prozent zurück.

Die Jahresmittelwerte der Objektpreise steigen in den vergangenen Jahren kontinuierlich an.

Durchschnittspreis 244 000 Euro

Im Durchschnitt wurde für ein freistehendes Einfamilienhaus (35 Jahre, 150 Quadratmeter Wohnfläche, 700 Quadratmeter Grundstücksfläche, mittleres Bodenpreisniveau 110 Euro pro Quadratmeter) in Mittelhessen rund 244 000 Euro gezahlt. Dieser Referenzwert liegt mehr als drei Prozent über dem Vorjahreswert von rund 236 000 Euro.

Eine detailliertere Übersicht über die Marktentwicklung wird das Amt für Bodenmanagement voraussichtlich im Mai oder Juni vorlegen, wenn alle Zahlen ausgewertet sind.

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