Ab Montag

Präsenzunterricht an allen Schulen ausgesetzt

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Gießen (pm). Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen und der flächendeckenden Verbreitung der hochansteckenden britischen Virusvariante ordnet das Gesundheitsamt des Landkreises in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt die Aussetzung des Präsenzunterrichts an allen Schulen in Landkreis und Stadt Gießen ab Montag bis zu den Osterferien an. Ausgenommen sind die Abschlussklassen, denen eine Testung vor Unterrichtsbeginn angeboten werden soll.

Eine Notbetreuung wird angeboten. Der Landkreis wird in den Osterferien ebenfalls keine Betreuung im Rahmen des »Pakts für den Nachmittag« anbieten.

Stand Mittwoch verzeichnete das Gesundheitsamt Quarantänemaßnahmen an 18 Schulen. »Ob die sogenannten Lerncamps an den Schulen in den Ferien mit einem negativen, tagesaktuellen Schnelltest besucht werden können, werden wir kommende Woche mit Blick auf die Situation klären«, erklärt Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl.

»Das Infektionsgeschehen im Landkreis ist diffus, gerade in jüngeren Altersgruppen kommt es zu einer Verbreitung des Virus«, sagt Landrätin Anita Schneider. Infizierte Kinder und Jugendliche tragen nach Erkenntnis des Gesundheitsamtes häufig das Virus weiter, ohne selbst Symptome zu zeigen. Gerade in Fällen, in denen Kita-Gruppen oder Schulklassen in Quarantäne geschickt werden, sei es daher wichtig, dass Familienangehörige - die eigentlich nur Kontaktpersonen zweiten Grades sind - sich besonders an Abstands- und Hygieneregeln halten, medizinische Masken tragen und Kontakte vermeiden. Je nach Anlass kann das Gesundheitsamt hier individuelle Schutzkonzepte mitgeben.

Die Virusvariante B.1.1.7 ist nach Beobachtung des Robert-Koch-Instituts mittlerweile bundesweit dominierend. Diese Entwicklung bestätigt das Gesundheitsamt auch für den Landkreis Gießen.

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