Polizei zieht positive Bilanz

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Gießen(con). Der Alltag aller hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen verändert, auch auf die Polizeiarbeit wirkt sich die Corona-Krise aus. Zu den normalen Einsätzen etwa im Verkehr oder im häuslichen Bereich kommen nun neue Herausforderungen hinzu, insbesondere die Überwachung der von der Politik verordneten Auflagen wie der jüngsten Kontaktbeschränkung.

Eine erste Bilanz der Beamten hierzulande fällt positiv aus. Sogenannnte Corona-Partys musste die Polizei im Landkreis Gießen nicht auflösen. Bislang, so sagt Sabine Richter, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Mittelhessen, "scheinen die Bürger den Aufforderungen zu folgen. Zumindest subjektiv scheint auf den Straßen weniger los zu sein." Vergleichende und belastbare Einsatzzahlen lägen dafür allerdings nicht vor.

Auch in anderen Angelegenheiten zeichnet sich ein besonnenes Handeln der meisten Menschen ab: "Ein Anstieg der Fallzahlen, zum Beispiel wegen Streitigkeiten im häuslichen Bereich, ist im Landkreis Gießen bislang nicht feststellbar", sagt Richter. "Wir hoffen auch sehr, dass sich alle Menschen weiterhin besonnen verhalten und einen großen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise leisten und es auch zukünftig nicht zur Steigerung dieser Gewalttaten kommt."

Richter sieht die Beamten zudem gut auf eine mögliche Infektionsgefahr vorbereitet: "Die hessische Polizei hat zum Schutz der Polizeibeschäftigten bereits seit 2009 umfangreiche Maßnahmen getroffen, um mögliche Infektionsgefahren zu mindern", erklärt sie. "Hessische Polizisten führen in jedem Streifenwagen eine persönliche Schutzausstattung für eine Hygienevorsorge - dazu gehören unter anderem Einweghandschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel." Darüber hinaus werden weitere Infektionsschutzausstattungen vorgehalten.

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