Polizei-Tipp – nicht nur zur Fastnacht: Kein Alkohol am Steuer!

Gießen (pm). Die tollen Tage voll Narretei stehen unmittelbar bevor – und die Polizei wird nicht müde, an das Verantwortungsbewusstsein zu appellieren und dazu aufzufordern, das Automobil nach dem Genuss alkoholischer Getränke stehenzulassen.

Polizeipräsident Manfred Schweizer: "Es geht nicht ums Spaßverderben, sondern darum, schwere Verkehrsunfälle zu verhindern!" Statistiken belegten, dass die Zahl der Opfer bei alkohol- oder drogenbeeinflussten Unfällen nahezu doppelt so hoch sei wie bei nüchternen Fahrern.

Bei Kontrollen zur Fastnachtszeit 2012 leitete die Polizei Mittelhessen 89 Verfahren wegen des Verdachts des Fahrens unter Alkohol oder Drogen ein – und sie stellte 40 Führerscheine sicher. "Wer feiert, sollte sich vorher seiner Verantwortung bewusst sein und für eine sichere Heimfahrt sorgen." Verantwortung für sich und für andere.

"Wohl dem, der zur Fastnacht auf einen ›Bob" zurückgreifen kann. Der braucht sich bei einer Polizeikontrolle keine Gedanken zu machen. Der ›Bob" übernimmt die Verantwortung. Er trinkt keinen Alkohol und bringt die anderen sicher nach Hause", erinnert Schweizer an das so genannte Präventionsprogramm des Polizeipräsidiums.

Ergo gebe es auch 2013 wieder gezielte Verkehrskontrollen.

Hier ein paar Tipps der Polizei, damit die Fastnacht 2013 in guter Erinnerung bleibt.

– Alkohol und Autofahren passen einfach nicht zusammen! Wer feiert und trinkt, nutzt zur Heimfahrt öffentliche Verkehrsmittel, ein Taxi oder einen "Bob"!

– Achtung! Restalkohol! Der Abbau der Blutalkoholkonzentration dauert grundsätzlich deutlich länger als der Aufbau. Der Körper baut nur 0,1 bis 0,15 Promille pro Stunde ab! Daran ändern auch Wundermittel nichts! Diese erleichtern lediglich den eigenen Geldbeutel und machen den Verkäufer reich.

– 0,0 Promille für Fahranfänger während der Probezeit und bis zum 21. Lebensjahr!

– Ab 0,3 Promille drohen bei Beteiligung an einem Unfall oder sonst auffälliger Fahrweise Führerscheinentzug, Geldstrafe und Punkte.

– Betrunkene Radler können ebenfalls den Führerschein verlieren! Als fahrunfähig gilt ein Radler ab 1,6 Promille. Eine Medizinisch-Psychologische-Untersuchung (MPU) und Geldbuße sind möglich.

– Verlust des Versicherungsschutzes!? Alle Verkehrsteilnehmer sollten bedenken, dass Fahrzeugversicherer im Leistungsfall beim vorherigen Genuss von Alkohol oder Drogen im Straßenverkehr keinen Spaß verstehen und alles genauestens überprüfen.

– Trinken bis zur Promillegrenze funktioniert nie! Es gibt dafür keine passenden Formeln oder Rechenspielchen. Wer fährt, trinkt nicht! Wer sich diese Tipps zu Herzen nimmt, der zeigt ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, kommt sicher und unbeschadet durch die Fastnachtszeit und den berühren auch die anstehenden Verkehrskontrollen nicht.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare