Polizei fasst Diebestrio

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Gießen (pm). Auf Werkzeuge hatten es Diebe abgesehen, die im Juni auch im Landkreis Gießen unterwegs waren. Die Tatverdächtigen stehen inzwischen fest, Ermittlungen der Kreispolizeibehörde in Mettmann führten zum Erfolg.

Die zwei Männer und eine Frau waren offenbar auf den Aufbruch von Handwerkerfahrzeugen spezialisiert. Mehrere hundert Taten begingen sie vermutlich - in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Eine speziell eingerichtete Einsatzkommission der Kreispolizeibehörde Mettmann (NRW) stellte umfangreiche Ermittlungen an, um den Tätern auf die Schliche zu kommen. Mit Erfolg, denn seit Anfang Juli sitzen die drei Bandenmitglieder in Untersuchungshaft.

In Lich, Gießen, Butzbach, Nieder-Weisel, Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen und Gambach, liegen die zehn mittelhessischen Tatorte, die der Bande bisher zugeordnet werden können. An den Wochenenden vom 22. zum 23. Juni und vom 28. zum 30. Juni trieben die Diebe in der Region ihr Unwesen. Sie hatten es immer auf Kleintransporter von Handwerkerfirmen abgesehen.

Diebesgut in Lagern

Mal schlugen die Täter eine Scheibe ein, mal brachen sie ein Schloss auf oder schnitten ein Loch in die Fahrzeugtür. So gelangten sie in den Fahrzeuginnenraum und damit an wertvolle Beute. Akkuschrauber, Bohrmaschinen, Flex oder Pressmaschinen im Wert von rund 20 000 Euro erbeutete das Trio auf diese Weise. Noch unzähliges in den Lagern der Diebesbande sichergestelltes Werkzeug gilt es auszuwerten und Tatorte ausfindig zu machen.

Immer wieder werden Handwerker Opfer von Dieben, die es auf die hochwertigen Werkzeuge in ihren Fahrzeugen abgesehen haben. Aus logistischen Gründen ist es oft unumgänglich, dass Mitarbeiter von Handwerksfirmen die Arbeitsfahrzeuge unter der Woche mit nach Hause nehmen. Auch auf Montage befindlich müssen die Wagen regelmäßig auf nicht überwachten Parkplätzen stehen bleiben. Werbung und Firmenlogos lassen häufig leicht erkennen, dass es sich um ein Fahrzeug handelt, indem sich hochwertige Güter befinden könnten.

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