BI-Mitglieder bei der Aussaat im Biotop des geplanten Gewerbegebietes Garbenteich Ost - im gebotenen Abstand. FOTO: RGE
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BI-Mitglieder bei der Aussaat im Biotop des geplanten Gewerbegebietes Garbenteich Ost - im gebotenen Abstand. FOTO: RGE

Wiesenblumen statt Gewerbe

  • vonRoger Schmidt
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Pohlheim(rge). Die Natur geht auch in Corona-Zeiten ihren Gang. So muss durch den Menschen die Aussaat erfolgen, damit später die Felder erblühen und die Ernte erfolgen kann. Daher wurden auch einige Vorstandsmitglieder der Bürgerinitiative (BI) Garbenteich in diesen Tagen auf der Biotop-Fläche des Vereins im geplanten Gewerbegebiet Ost in angesagter "sozialer Distanz" aktiv und brachten eine Blühmischung Wiesenblumen aus.

Verweis auf Otto

Sie sollen am Rande des dort angelegten Teiches unter anderem wieder für reichlich Nahrung für die dort lebenden Insekten, Vögel und Kleintiere sorgen.

Das ist der BI wichtig, die seit 2016 gegen das Gewerbegebiet kämpft und durch die Pflege dieser Fläche weiter auf den drohenden Verlust der Äcker am Garbenteicher Ortsrand aufmerksam macht. Daran hätten auch die neuesten Pläne für Gewerbe und Industrie nichts geändert, sagte Vorstandsmitglied Karsten Becker. "Die hier geplante Versiegelung von rund 35 Hektar Ackerland ist für Garbenteich nicht zumutbar." Die BI fordert Bürgermeister Schöffmann und die ihn unterstützenden Parteien auf, dieses Projekt "endlich zu stoppen".

Durch den Rückzug der Firma Otto in Gießen seien dort 35 Hektar Fläche zur Gewerbeansiedlung frei geworden, und zwar solche, die vorher schon durch Militär und andere Einrichtungen bebaut waren.

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