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Wilken Gräf

"Aus Politikverdrossenheit"

Watzenborns Ortsvorsteher Wilken Gräf tritt zurück

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Pohlheim (srs). Der langjährige Pohlheimer SPD-Stadtverordnete und Ortsvorsteher in Watzenborn-Steinberg, Wilken Gräf, tritt von seinen politischen Ämtern zurück. Vor allem die Arbeit im Stadtparlament sei zu frustrierend, erklärte er.

"Politikverdrossenheit gibt es nicht nur bei Wählern, sondern auch bei politisch Aktiven", sagte er im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung.

Zu dem Entschluss kam Gräf nach der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag vergangene Woche. Stundenlang war dort unter anderem über Straßenbeiträge diskutiert worden. "Kompromisse sind nicht möglich, es bewegt sich nichts", sagt er. Die Stimmung im Parlament sei miserabel.

Knapp 20 Jahre lang saß Gräf für die SPD im Stadtparlament. "Es macht keinen Spaß mehr", sagte der 61-Jährige. "Dann verliert man auch die Kraft."

Geärgert habe ihn auch, dass ohne Rücksprache die Parlamentssitzungen von freitags auf donnerstags verlegt wurden. An Donnerstagen aber sei er für den Gesangverein "Harmonie" aktiv, dessen Ehrenvorsitzender Gräf ist. Dort sowie in der Interessensgemeinschaft zum Erhalt der historischen Wasserhäuschen in Watzenborn-Steinberg werde er sich nun verstärkt engagieren. (Foto: srs)

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