übergibt der Jagdverein Hubertus an Vertreter des Naturschutzbundes. FOTO: PM
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übergibt der Jagdverein Hubertus an Vertreter des Naturschutzbundes. FOTO: PM

Waschbärensichere Nistkästen

  • vonred Redaktion
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Pohlheim/Gießen(pm). Der Waschbär dringt seit der Jahrtausendwende immer weiter in die mittelhessischen Landkreise vor, auch in den Landkreis Gießen. "Höchste Zeit also, sich auch bei Artenschutzmaßnahmen auf die Anwesenheit des gebietsfremden Beutegreifers einzustellen." Das dachte sich Ralf Weber, Obmann für Lernort Natur Mittelhessen und Mitglied des Naturschutzausschusses des Jagdvereins Hubertus Gießen und Umgebung. Er erstellte aus Holz, das beim Bau von Hochsitzen im Lehrrevier übergeblieben war, waschbärensichere Nistkästen. Diese sind so konstruiert, dass der Waschbär mit seinen geschickten Pfoten nicht in die Öffnung der Nisthilfen hineingreifen und die darin befindlichen Jungtiere herausholen kann.

Da auf dem Vereinsgelände und dem Lehrrevier von Hubertus bereits einige dieser Nistkästen angebracht sind, stellte der passionierte Jäger und Handwerker vier seiner Kästen den Vogelschützern der Ortsgruppe Holzheim/Dorf-Güll/Grüningen des Naturschutzbundes für Artenschutzprojekte zur Verfügung.

Zur Übergabe begrüßte Hubertus-Chef Dieter Mackenrodt den 1. und 2. Vorsitzenden der NABU-Ortsgruppe, Martin Becker und Reiner Holler, auf dem Vereinsgelände bei Dorf-Güll. Bei der Übergabe und Erläuterung der Nistkästen - natürlich unter Einhaltung des in Corona-Zeiten gebührenden Abstandes - wurden für die Zukunft gemeinsame Aktivitäten ins Auge gefasst, und für das nächste Jahr ein Treffen mit dem "Lernort Natur" sowie eine Vogelstimmenwanderung geplant. Auch bei anderen Themen wolle man in Zukunft zusammenarbeiten und hoffe dabei, "das Beste für den Natur- und Artenschutz in der Region herauszuholen", heißt es in der Pressemitteilung.

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