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Ein Besuch bei Pferden ist ein Klassiker der Pohlheimer Ferienspiele. Auch 2021 steht er auf dem Programm.

Volles Programm statt Notreserve

  • vonPatrick Dehnhardt
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Notprogramm? Von wegen: 91 Veranstaltungen listet das Pohlheimer Ferienspielprogramm für diesen Sommer auf. Um trotz Pandemie solch ein umfangreiches Angebot auf die Beine zu stellen, laufen bereits seit Januar die Vorbereitungen im Kinder- und Jugendbüro.

Pferde striegeln, führen und zum Abschluss noch einmal im Sattel Platz nehmen - der Kurs »Alles rund ums Pferd« lockt seit Jahren die Ferienspielkinder an. Kein Wunder, dass er gleich sieben Mal im Ferienspielprogramm der Stadt Pohlheim zu finden ist. Und vermutlich wird er dennoch an allen Tagen ausgebucht sein.

Sollte es die Pandemielage zulassen, dürfte in diesem Sommer in der Limesstadt keine Langeweile aufkommen. 74 Veranstaltungen plus 18 Zusatztermine bei großer Nachfrage listet das Ferienspielheft 2021 auf. Das Angebot reicht vom Zirkuscamp über eine Limes-Rallye bis hin zum Murmelbahnbauen. Das Programm gibt es - auf vielfachen Wunsch der Kinder - wieder als gedruckte Ausgabe, sagte Elke Leyrer vom Kinder- und Jugendbüro. Ab sofort liegt es in den Schulen aus, ist zudem im Netz zu finden.

91 Angebote zu planen - das ist eine Menge Arbeit, die sich nicht mal eben so in zwei Wochen aus dem Ärmel schütteln lässt. Darum feilte das Team des Kinder- und Jugendbüros bereits seit Januar am Programm, schrieb Vereine und private Anbieter an, berichtete Leyrer. Ob sich die Arbeit lohnen würde oder hohe Inzidenzzahlen im Sommer einen Strich durch die Pläne machen würden, war da noch völlig unklar.

Pohlheim habe sich bewusst frühzeitig an die Planungen gemacht, sagte Bürgermeister Andreas Ruck. »Es ist ein Lichtblick, aus einem tiefen Tal herauszukommen. Es ist für Kinder und Jugendliche eine willkommene Abwechslung, mitmachen und etwas gestalten zu können, Kontakt zu Gleichaltrigen zu haben.«

Lieber plane man Programmpunkte, die man vielleicht wegen hoher Inzidenzzahlen absagen muss, als bei niedrigen Werten dem Pohl-heimer Nachwuchs ein improvisiertes Notprogramm vorsetzen zu müssen, sagte Ruck. Schließlich wolle man als familienfreundliche Kommune wahrgenommen werden, in der die Kinder von heute irgendwann selbst mit ihren Familien leben möchten.

Anmeldung ab sofort möglich

Ist das Programm zwar fast genauso umfangreich wie in einem pandemiefreien Jahr, so gibt es doch einige Veränderungen. Die Gruppen sind auf maximal zehn Ferienspielkinder limitiert. Damit hat man im vergangenen Sommer gute Erfahrungen gemacht, sagte Leyrer. Vor allen Dingen sei das Arbeiten in solch einer kleinen Gruppe wesentlich intensiver und für die Betreuer entspannter. Viele Programmpunkte finden zudem komplett oder großteils draußen statt.

Ruck hat bereits sein Lieblingsangebot ausgemacht: der Besuch beim Imker. Dabei würden die Teilnehmer erfahren, wie wichtig und wertvoll die Arbeit der Bienen für die Natur ist, schwärmte der Bürgermeister.

Bestimmte Angebote, etwa Ausflüge in Freizeitparks oder Kochen und Backen, sind aufgrund der Pandemie nicht möglich. Einige Vereine und Institutionen, die solche Programmpunkte traditionell anboten, wurden 2020 von Covid-19 kalt erwischt.

Leyrer berichtet, dass sich fast alle Veranstalter Gedanken für pandemiekonforme Ersatzangebote gemacht haben, um 2021 wieder mit dabei sein zu können. Daran merke man, welch hohen Stellenwert die Ferienspiele für die Nachwuchsarbeit als auch das Pohlheimer Gemeinwesen haben. »Das macht Pohlheim stark«, sagte Ruck.

Die Anmeldung ist ab sofort über die Internetseite www. pohlheim.ferienprogramm-online.de möglich. Anmeldeschluss ist der 13. Juni. Ab 15. Juni werden die Eltern via E-Mail darüber informiert, in welchen Kursen das Kind einen Platz bekommen hat. Bis zum 7. Juli haben sie dann Zeit, die Kursgebühren zu bezahlen. Ansonsten kommen Nachrücker zum Zuge. Wer bis 30. Juni einen Platz storniert, erhält die Kursgebühr zurück.

Vor Corona zahlten die Eltern die Kursgebühren im Kinder- und Jugendbüro persönlich. Auf die Stadtkasse kommt durch die Pandemie nun jede Menge Arbeit zu, den Eingang der Zahlungen zu checken. »Das ist es uns aber für die Kinder- und Jugendlichen wert«, sagte Bürgermeister Ruck. »Das ist die Zukunft.«

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