Volkshalle platzt aus allen Nähten

  • schließen

Das Geburtstagskonzert zum 15-jährigen Bestehen der "Chorifeen" erlebte einen Ansturm, wie es ihn schon lange schon nicht mehr gab: Bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn waren am Samstag die 250 Plätze in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg komplett belegt, und noch immer standen Besucher vor der Tür. Und so wurden rasch noch 100 zusätzliche Stühle im fein dekorierten "Hans-Weiß-Saal" aufgestellt.

Das Geburtstagskonzert zum 15-jährigen Bestehen der "Chorifeen" erlebte einen Ansturm, wie es ihn schon lange schon nicht mehr gab: Bereits eine halbe Stunde vor Konzertbeginn waren am Samstag die 250 Plätze in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg komplett belegt, und noch immer standen Besucher vor der Tür. Und so wurden rasch noch 100 zusätzliche Stühle im fein dekorierten "Hans-Weiß-Saal" aufgestellt.

Teils achtstimmiger Vortrag

Den Sängerinnen und Sängern der vier Konzertvereine des Abends war dieser Ansturm willkommener Ansporn. Heiter und charmant moderiert von Katja Herbert, Abteilungsleiterin des Geburtstags-chors, eröffneten die Chorifeen mit ihrem Dirigenten Torsten Schön das Konzert mit den Kompositionen "Ubi Caritas", "Hear my prayer" und "This is my fathers’s world". Drei Klassiker, bei denen die 40 Sangesfreunde des gemischten Chors der Eintracht Watzenborn-Steinberg den fein abgestimmten Klang ihres Ensembles voll zur Entfaltung brachten. Um anschließend den kräftigen Applaus des Publikums zu genießen.

Im rot-schwarzen Outfit begeisterte dann der "Kleine Chor" der Harmonie Daubringen mit Chorleiter Peter Schmidt. Mit "There is a Redeemer", "Make a joyful noise" und "Der bucklichte Fiedler" hatte man die Besucher offensichtlich beeindruckt – es war "mucksmäuschenstill" und blieb es auch bei den weiteren Vorträgen. Zum Abschluss des ersten Teils sang der Chor "Cantiamo" Staufenberg mit Chorleiter Axel Pfeiffer die Sätze "Sehet, welch eine Liebe", Abendlied und "Och jungfrun hon gar i ringen". Mit riesigem Applaus ging es in die Pause.

Bei dieser Geburtstagsparty stimmte neben dem "guten Ton" auf der Bühne auch die schöne Saaldekoration, die Bildershow auf der Großleinwand, das "Germanische Tonrohr" und ganz besonders die leckeren "Chorifeen-Delikatessen".

Bevor die Daubringer den zweiten Teil eröffneten, erläuterte deren Chorleiter Schmitt mit launigen Worten die Inhalte der Chorwerke, "In this heart", "Sinner man" und "Ol’ Mac Donald". Als die Sängerinnen und Sänger dies auch musikalisch gekonnt umsetzten, verwunderte der mächtige Applaus nicht. Den heiteren Spannungsbogen übernahmen nahtlos die Staufenberger mit "Run", "Thank you for the music" und "Don’t stop me now". Ebenfalls charmant hatte Dirigent Axel Pfeiffer vor dem ersten Ton auf die Stücke neugierig gemacht. Dass sein Chor mit Ohrwürmern von "ABBA" und "Queen" überzeugte, war auch hier dem großen Applaus zu entnehmen.

Zum Abschluss des zweiten Konzertteils zeigte auch das "Geburtstagskind", dass ein Chor auch aktuelle Kompositionen in tollem, teils achtstimmigem Sound erklingen lassen kann. Die Anmoderation der sehr diffizilen, filigranen Werke versah Katja Herbert mit dem Hinweis: "Jetzt hören Sie Stücke, die früher mit zehn Schwierigkeitspunkten auf der Richterskala bewertet wurden". Zum Vortrah kamen "Applaus, Applaus", "Wenn Worte meine Sprache wären" und "MLK". Erstaunlich, wie Chorleiter Schön die Kompositionen zur Erstaufführung brachte. Der Applaus war mehr als verdient.

Im letzten Konzertteil gehörte die Bühne dem Jugendchor "Songlines" von der Musikschule Lich unter Peter Damm. Jüngst im Kirchenkonzert hatte der noch angemerkt, man müsse doch keine Eulen nach Athen tragen. Gemeint hatte er: "Was soll ein Jugendchor aus Lich in der singenden Stadt?"

Dass auch diesmal nicht Eulen, sondern Lerchen auf der Bühne standen, war bereits nach dem ersten Lied "Love runs out" klar. Schnell sangen sich die Jugendlichen mit ihrer Leidenschaft, Begeisterung und großer Klasse in die Herzen der Zuschauer. Unter anderen brachten sie zu Gehör "Magic" von Coldplay, das "Haus am See" von Peter Fox und als Zugabe "Lean on me", bei der der gesamte Saal mitsummte. Entsprechend euphorisch wurden die Songlines gefeiert.

Vier "Erstaufführungen"

Nach Dankesworten und Geschenken an die Chorleiter Damm, Pfeiffer, Schmidt und Schön ließen die Chorifeen mit dem irischen Volkslied "The Parting Glass", die vierten Erstaufführung an diesem Abend, den musikalischen Teil der Feier ausklingen. Die eine Stunde mehr in dieser Nacht kam der anschließenden Geburtstagsparty des Chors, dessen Mitglieder sich in den 15 Jahren auch sozial engagiert haben, natürlich zupass.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare