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2002 ging die VOKO-Gruppe in die Insolvenz. Das Logo auf dem Werbeturm in Garbenteich ist - unter anderer Werbung versteckt - erhalten geblieben.

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Pohlheim: VOKO kehrt nach Insolvenz zurück - für ein paar Stunden

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Der Büromöbelhersteller VOKO war eine Institution in Mittelhessen. 2002 ging das Unternehmen in die Insolvenz. Nun tauchte überraschend "VOKO" wieder auf - jedoch nur für wenige Stunden.

Wie beim Film "Zurück in die Zukunft" fühlten sich zahlreiche Zeitgenossen nun im Garbenteicher Industriegebiet in die Vergangenheit zurückversetzt. Weithin sichtbar war das markante rote Logo des Büromöbelherstellers VOKO wieder auf dem 10 mal 10 Meter großen vier Seiten des Werbewürfels zu sehen. Auch von der Autobahn 5 konnte es man deutlich erkennen.

Das Schild weckt Erinnerungen: Einstmals war in den Industriehallen der Arbeitsplatz für hunderte Mitarbeiter. Die Firma, die unter anderem Büromöbel herstellte, prägte die Lebensläufe von vielen Mittelhessen. All dies endete mit der Insolvenz 2002.

VOKO-Reklame hinter Werbetafeln versteckt

Und VOKO bleibt auch Geschichte - denn dass die Schilder nun zu sehen waren, hat nichts mit einem Comeback des Unternehmens am Standort Garbenteich zu tun. Der Werbetechniker Stefan Munzert demontierte die alte Werbung - und darunter kam das VOKO-Schild wieder zum Vorschein. Kurz darauf brachte er mit seinem Team innerhalb von nur wenigen Stunden vier jeweils rund 50 Quadratmeter neue Banner an dem Werbeturm an. Das Ganze erfolgte von einem 50 Meter hohen Kranausleger. Voraussetzung für die gefahrlose Montage in luftiger Höhe war gutes Wetter mit wenig Wind für die Mitarbeiter.

Auf den neuen Bannern wird nun über Kilometer sichtbar für Vermietungen von freien Büros und Logistik von "Loghotel" vor Ort geworben. Der "Neuling" im Gewerbegebiet bringt auch neue Arbeitsplätze - jedoch leider nicht so viele, wie es einst bei VOKO waren.

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