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Schüler benötigen Treffpunkte und Sitzgelegenheiten. Dafür werden an der Adolf-Reichwein-Schule auch die neuen Waldsofas genutzt.

Treffpunkte und Sitzgelegenheiten

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Pohlheim (pm). Die Adolf-Reichwein-Schule hat erfolgreich am Wettbewerb »Schulhofträume« des Deutschen Kinderhilfswerkes teilgenommen. Sie erhielt eine Förderung in Höhe von 15 000 Euro. Dafür wurde nun auf Wunsch der Schülerschaft eine »grüne Ecke« gestaltet.

Das Projekt haben Vertreter der Schule, der Eltern sowie Schülerinnen und Schüler in den vergangenen Wochen gemeinsam fertiggestellt. Das Außengelände wurde nachhaltig nach Wünschen der Schüler umgestaltet, berichtet Ralf Kuczera, Stufenleiter für die Jahrgänge 7 und 8 und Koordinator für das Projekt.

Durch die Coronapandemie bedingt gab es immer wieder Unterbrechungen in der Entwicklung und Umsetzung der »Schulhofträume«. Zu Beginn hat sich im Herbst 2019 eine Arbeitsgruppe um die Schulleiterin Petra Brüll und den Stufenleiter Kuczera gebildet. In dieser Arbeitsgruppe haben Schülervertretung und Vertreter des Elternbeirates überlegt, was die Schule eigentlich benötigt. Das Projekt sollte von der ersten Idee bis zum letzten Spatenstich in einem Gemeinschaftsprojekt erarbeitet werden.

Die Bedürfnisse der Schüler sollten im Mittelpunkt stehen. Im Verlauf der Ideenfindung haben die Jugendlichen für sich die Wünsche definiert, dass es Rückzugsbereiche im Außengelände der Schule geben sollte.

Schüler benötigen Treffpunkte und Sitzgelegenheiten, die sie sowohl in den Pausen als auch in Unterrichtsstunden mit offenen Angeboten nutzen können. Naturnah gestaltete Flächen bringen auch Ruhe und ermöglichen Entspannung. Die Schülerinnen und Schüler sammelten dazu viele kreative Ideen.

Schnell war klar, dass die Gestaltung des gesamten Projektes naturnah erfolgen sollte. Neben den gewünschten Sitzmöglichkeiten sollten auch standortgerechte und vor allem heimische Pflanzen angepflanzt werden. Bei den Apfelbäumen hat man sich bewusst für alte Apfelsorten entschieden. Diese können von der Schulgarten-AG in Zukunft weiterverarbeitet werden.

Als die Schulen im Mai 2020 wieder geöffnet wurden, wurde an dem Traum-Projekt weitergearbeitet. Unter anderem wurden die Waldsofas bestellt und im Spätsommer aufgebaut. Das übernahmen Jugendliche des Jahrgangs 9. Der handwerkliche Umgang mit Ratsche und Maulschlüssel konnte so geübt werden.

Fünf Standorte für die Sofas wurden festgelegt, ferner ihre Fundamente ausgehoben. Diese Arbeiten wurden von Schülern der Jahrgänge 8 und 9 ausgeführt. Auch Lehrkräfte brachten sich ein. Das Außengelände verwandelte sich in einen Ort, an dem man sich gerne aufhält und auch einmal abschalten kann. Zumal diese Qualität durch die Hangsofas noch um einiges gesteigert wurde, berichtet Kuczera. Im zweiten Teil des Projektes wurde die »Grüne Ecke« erstellt. Sie wurde so aufgebaut, dass sich mehrere Personen in einem Halbkreis hinsetzen und sich austauschen können.

Ganz ohne Maschinen und Hilfe von außen war die Umsetzung nicht möglich. Die Sitzsteine konnten nur mit schwerem Gerät an Ort und Stelle gebracht werden. Danach haben die Schüler wieder tatkräftig Erdarbeiten und Bepflanzung übernommen. Im Frühjahr wurden die ersten Pflanzen gesetzt und Rasen gesät.

Schulhof jetzt viel attraktiver

An dem Projekt haben neben der Arbeitsgruppe und den Schülerinnen und Schülern zahlreiche weitere Personen mitgeholfen. Die finanzielle Abwicklung hat der Förderverein der Adolf-Reichwein-Schule übernommen.

Koordinator Kuczera ist zufrieden: »Es ist schön, wenn man sieht, was in einem gemeinsamen Projekt an einer Schule verändert werden kann. Alle Beteiligten freuen sich über das Ergebnis.« Der Schulhof sei um ein Vielfaches attraktiver geworden, durch die allgemeine gestalterische Aufwertung des Geländes, durch Ecken, die nun benutzt werden, die vorher nicht im Blickpunkt standen, sowie durch die zusätzlichen Sitzmöglichkeiten.

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