500 Hühner verendet

Tierschutzorganisation PETA erstattet Strafanzeige

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Pohlheim (pm). Wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung hat die Tierschutzorganisation PETA Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Gießen erstattet. Am vergangenen Mittwochabend sorgte ein Fall für Aufsehen, als Beamte auf der A 5 bei Pohlheim einen Tiertransporter stoppten. An Bord fanden sie 4470 Hühner, rund 500 waren bereits elendig verendet, weitere Tiere lagen in erbärmlichem Zustand in den Käfigen. Sie waren von Frankreich aus ohne Wasserversorgung transportiert worden, Kühlung erfuhren sie bei 34 Grad Außentemperatur nur durch den Fahrtwind. Nach Einschätzung der Veterinärärztin wäre kein einziges Huhn im zwölf Stunden entfernten Polen lebend angekommen - nicht umsonst bestand an diesem Tag aufgrund der extremen Hitze ein europaweites Verbot für internationale Tiertransporte.

"Die gravierenden Verstöße wie im Fall Pohlheim sind keine Ausnahme, sondern die Regel", sagt Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA.

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