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Kantorin Cordula Scobel in der Christuskirche.

Symbiose von Wort Gottes und Orgel-Ton

  • VonRoger Schmidt
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Pohlheim (rge). Die Orgel gehört zur Kirche wie das Vaterunser zum Gottesdienst. Entsprechend sind Orgelbau und Orgelmusik Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Das wurde nun am »Tag der Orgel« in der Christuskirche Watzenborn-Steinberg besonders gewürdigt. Kantorin Cordula Scobel spielte in der musikalischen Andacht an der Orgel die Hauptrolle, unterstützt von ihrer Schülerin Leonie Fay.

Das Wort Gottes von Prädikant Matthias Rohlehr und die Lesungen von Roswitha Löhrke bildeten dabei mit den in Noten gesetzten Tönen der Pfeifen der Orgel teilweise eine Symbiose.

Es waren zeitgenössische Komponisten zu hören, zwei Stücke gar in Uraufführung junger Künstler. Ungewohnte Töne, wie bei dem von Birger Petersen, Jahrgang 1972, komponierten experimentellen Stück »on if«, das mit den Effekten der Luftströme in den Pfeifen korrespondierte oder ebenso in »Zeige mir, was du nicht siehst« der Nachwuchskomponistin Carolin Kaiser (geb. 1994), das sich nach dunklen Moll-Tönen klanglich öffnete.

Zur Eröffnung war Robert Jones’ (geb. 1945) »Toccation« leicht und locker zu hören, und auch zum Abschluss bei der Orgelfantasie »Nun ruhen alle Wälder« von Volker Bräutigam (geb. 1939), in denen der gewissenhafte Zuhörer Anklänge an den populären US-Komponisten Gershwin erkennen konnte, war Abwechslungsreichtum garantiert. Dazwischen kamen auch Kirchenklassiker aus dem Gesangbuch zum Vortrag. Applaus gab es für die Musik der Kantorin und ihrer Schülerin in der Christuskirche reichlich.

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