Bürgermeisterwahl

"Zehn Prozentpunkte hat er sich selbst zuzuschreiben"

  • Alexander Geck
    vonAlexander Geck
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Zum Ergebnis der Bürgermeisterwahl in Pohlheim, bei der Herausforderer Andreas Ruck mit 61,8 Prozent der Stimmen gegen Amtsinhaber Udo Schöffmann deutlich gewann, äußern sich führende Vertreter der Fraktionen.

Matthias Jung (CDU):"Das Ergebnis ist überraschend. Jetzt muss Andreas Ruck aber abliefern, etwa bei der Abschaffung der Straßenbeiträge oder beim neuen Jugendzentrum. Der Blick von außen ist zwar gut, doch wenn es um die Umsetzung solcher Projekte geht, muss die Haushaltslage berücksichtigt werden. Die Leute werden die Rechnung bekommen. Mit dem neuen Bürgermeister werden wir gleichermaßen zusammenarbeiten wie mit seinem Vorgänger. Pohlheim ist das A und O".

Andreas Schuch (Freie Wähler):"Ich hatte auf einen knappen Sieg für den Amtsinhaber getippt. Udo Schöffmann hat die Verwaltung gut aufgestellt. Ob das Ergebnis Auswirkungen auf die Kommunalwahl haben wird, ist schwer zu sagen, da dies eine Personenwahl gewesen ist. Ich freue mich aber auf die gute Zusammenarbeit mit Andreas Ruck."

Horst Biadala (SPD):"Von der Deutlichkeit des Ergebnisses bin ich überrascht. Das ist im Grunde eine Sensation. Andreas hat super gearbeitet. Mit Präsenz und Programm hat er gezeigt, was Bürgernähe wirklich ist. Ich wünsche mir, dass CDU und Freie Wähler nun wach werden und zu einer sachorientierten Politik zurückkehren."

Fabian Schäfer (FDP):"Das Ergebnis ist klasse und doch auch überraschend. Das gibt einen Schub für die Kommunalwahl. Wir freuen uns alle, aber es wird sich nicht ruckartig etwas ändern. Die handelnden Personen bleiben ja vorerst die gleichen.

Reimar Stenzel (Grüne):"Ich hätte nicht gedacht, dass das Ergebnis so deutlich ausfällt. Zehn Prozentpunkte hat sich Udo Schöffmann aber selbst zuzuschreiben. Er hat sich viel mit Leuten gezofft, die ihn sachlich angegangen sind. Er ist ein technisch versierter Mensch, dem es aber an Empathie fehlt. Trotz des Oberwassers wollen wir nicht in Revanchismus verfallen, sondern vielmehr auf ein Miteinander zusteuern. Das wäre für die Stadt hilfreich". age

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