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Stiftung will chronisch kranken Kindern weitere Chancen ebnen

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Pohlheim (sch). Zusammen mit dem Pohlheimer Naturheilforum wird die Stiftung »Auswege« am Samstag, dem 25. April (19 Uhr) in der Volkshalle in Watzenborn- Steinberg die Benefizveranstaltung »Nacht des Heilens« ausrichten.

Pohlheim (sch). Zusammen mit dem Pohlheimer Naturheilforum wird die Stiftung »Auswege« am Samstag, dem 25. April (19 Uhr) in der Volkshalle in Watzenborn- Steinberg die Benefizveranstaltung »Nacht des Heilens« ausrichten. Diese Veranstaltung gehört zu einer Serie von Benefizterminen im deutschsprachigen Raum. Das Pohlheimer Naturheilform mit dem Vorsitzenden Andreas Schmandt an der Spitze wird mit seiner ehrenamtlichen Arbeit zukünftig die seit Ende 2006 bestehende und von Dr. Harald Wiesendanger (Schönbrunn/Odenwald) ins Leben gerufene Stiftung »Auswege« unterstützen, wie in dem kürzlichen Pressegespräch von Schmandt angekündigt wurde.

Anliegen der Stiftung ist es, chronisch kranken Kindern - und ihren Familien, die immer mitleiden - Auswege zu eröffnen und zwar in unkonventionellen Heilweisen, im breiten Spektrum der Natur- und Erfahrungsheilkunde. Dr. Harald Wiesendanger, Vorsitzender der Stiftung, weilte kürzlich zu einem persönlichen Austausch in Pohlheim, aber auch zusammen mit Andreas Schmandt die Benefizveranstaltung vorzubereiten. Der 1956 in Lörrach/Baden geborene Harald Wiesendanger studierte Philosophie, Psychologie und Soziologie - zunächst in Basel, dann an der Universität Heidelberg, wo er 1982 zum Dr. phil. promovierte.

»Wenn Schulmedizin an Grenzen stößt«

Zu den wichtigsten Zielen, die die Stiftung Auswege verfolgt, gehört das Vermitteln von geeigneten Therapeuten in Fällen, in denen die Schulmedizin an Grenzen stößt, in denen sie meist kleinen oder auch größeren Patienten gar nicht mehr helfen kann. Es geht darum, Bemühungen der Ärzte zu ergänzen und zu unterstützen. Ein weiteres Hauptziel ist die Beratung, so Wiesendanger, der fortführte: »Wir möchten zum Beispiel Eltern von schwerkranken Kindern die Chance geben, sich kostenlos über denkbare Auswege zu informieren. Zu diesem Zweck haben wir einen telefonischen Info-Dienst eingerichtet, an dem sich derzeit 30 Ärzte verschiedener Fachrichtungen, aber auch Heilpraktiker und Psychotherapeuten arrangieren«.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Behandlung, bei der selbst Therapien in so genannten Sommercamps angeboten werden. Mindestens einmal pro Jahr werden größere Gruppen von Kindern mit ihren Angehörigen an einem idyllischen Ort zusammengeführt, um sie rund um die Uhr intensiv zu beraten und zu betreuen. Dabei sind der Stiftung Ausweg Heiler behilflich, aber auch Psychotherapeuten und Heilpraktiker. Das Camp dauert neun Tage. Im Anschluss daran werden die Kinder auf Wunsch der Eltern weiter betreut von Therapeuten, Ärzten oder Sonstige, die an dem Projekt als Pate das Kind weiter begleiten.

Es seien schon innerhalb von neun Tagen bei vielen Kindern kleine Wunder passiert, über die der Stiftungs-Vorsitzende in Wort und Bild berichtete. Die leitenden Ärzte bei diesen Camps und auch die mitgereisten Eltern haben bisher in 80 Prozent der Fälle erklärt, dass es bei ihren Kindern zu Fortschritten gekommen ist, wie zuvor seit Monaten und Jahren nicht bei traditionellen Therapien. Die Stiftung Ausweg wird Querbeet mit allen Diagnosen frequentiert, mit dem die Schulmedizin nur befriedigend helfen kann. Es reicht von Schlafstörungen bis hin zu Krebs. Die »Nacht des Heilens« am 25. April in Pohlheim ist eine bunte Mischung von verschiedenen Veranstaltungsformen. Es wird einen einführenden Vortrag geben. Es werden auch Probebehandlungen angeboten. Mehrere Heiler werden anwesend sein.

Fachleute beantworten die Fragen

Es werden Sprechstunden angeboten. Mindestens zwei Ärzte werden vor Ort sein, die im Rahmen der Veranstaltung Beratungen anbieten. Geplant ist ferner ein Podiumsgespräch zwischen Ärzten aus beiden Lagern. Dazu sollen auch Vertreter aus Kirche und Politik eingeladen werden. Dr. Harald Wiesendanger hob noch einmal besonders hervor, dass dies keine Veranstaltung ausschließlich für Eltern kranker Kinder ist. Es wird auch eine Möglichkeit geben, mit den teilnehmenden und sich ehrenamtlich zur Verfügung stellenden Ärzten, die aus verschiedenen Regionen in Deutschland kommen und über Nacht in der Region bleiben, Gespräche führen zu können.

Das Projekt Auswege wird mitgetragen von einem wissenschaftlichen Beirat, in dem sich Mediziner, Psychologen, Theologen befinden, ferner Krankenkassen sowie auch Fernsehmoderator Dr. Franz Alt und viele andere mehr. Der Eintritt zu der Benefizveranstaltung am Samstag, dem 25. April, kostet 10 Euro. Der Erlös der Veranstaltung soll der ehrenamtlichen Arbeit in der Stiftung zufließen, wie angekündigt wurde. Für Essen und Trinken ist gesorgt.

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