Städtepartnerschaft vor Revitalisierung

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Pohlheim(rge). Der Bürgermeister der Pohlheimer Partnerstadt Strehla, Jörg Jeromin, ist optimistisch, dass seine sächsische Stadt bald eine Straße mit dem Namen "Pohlheimer Ring" tragen kann. Das sagte der sächsische Kommunalpolitiker im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen.

Der Name ist für eine Straße in einem Strehlaer Stadtentwicklungsprojekt mit einem neuen Wohngebiet bei der ehemaligen Gärtnerei angedacht. Die vorgeschlagene Namensgebung soll die Verbundenheit mit der Limes-Stadt unterstreichen, die seit 1990 gepflegt wird. In den vergangenen Jahren war es jedoch ruhiger um den sächsisch-hessischen Partnerschaftsaustausch der beiden Gemeinden geworden. Das soll wieder anders werden, sind sich die Gesprächspartner aus Strehla und Pohlheim einig.

Jährliche Treffen

Ein erstes Arbeitstreffen mit den Vertretern des Pohlheimer Partnerschaftsvereins hat es gegeben. Besonders das Schulprojekt der Pohlheimer mit der österreichischen Partnergemeinde Admont unter dem Titel "Heimat Europa" stieß bei den Strehlaern auf Interesse. Jeromin bedauerte, dass die für Ende April geplanten Feierlichkeiten zum Jahrestag "75 Jahre Kriegsende" aufgrund der Corona-Krise nur mit einer stillen Kranzniederlegung ohne Gäste aus Pohlheim begangen werden muss.

2021 strebt man eine Revitalisierung der Partnerschaft an - auf Vereinsebene und generationenübergreifend. Miteinander reden sei wichtig, findet Jeromin. Der Name für die neue Straße ist allerdings noch nicht endgültig entschieden, denn es liegen lokale Alternativen auf dem Tisch. Die aktuellen Ereignisse in der Pandemie-Krise tun ihr Übriges für eine Verzögerung der Entscheidung.

Für den Pohlheimer Partnerschaftsverein sind die Nachrichten über die angedachte Intensivierung des Austauschs positiv, wie Vorstandsmitglieder Ernst-Jakob Kandel, Walter Damasky und Klaus-Dieter Gimbel erklärten. Sie waren zu Jahresbeginn bereits optimistisch von einem zweitägigen Arbeitstreffen in der sächsischen Partnerstadt zurückgekommen.

Der Wunsch nach Intensivierung aus Strehla wurde durch die spontane Zusage deutlich, mit acht Personen neben Gästen aus der weiteren Pohlheimer Partnerstadt Zirc/Ungarn an den Jubiläumsfeierlichkeiten "50 Jahre Partnerschaft Admont-Pohlheim" in der Steiermark-Gemeinde im Oktober teilzunehmen.

Übereingekommen sind die Vertreter beider Partnerstädte, dass man sich zumindest einmal jährlich an wechselnden Orten trifft. Das soll dazu beitragen, die Partnerschaftsbeziehungen zu intensivieren und zu beleben.

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