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Zwei Schüler wagen den Aufstieg, während Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl und Schulleiter Michael Jirschim das neue Klettergerüst offiziell freigeben.

Spaceball für die Regenbogenschule Holzheim

  • vonPatrick Dehnhardt
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Rund 414 000 Euro hat der Landkreis in die Sanierung des Verwaltungstraktes der Grundschule gesteckt. Für die Schüler dürfte das Klettergerüst Spaceball die spannendere Neuerwerbung sein.

Für die Regenbogenschüler in Holzheim ist es eine gute Woche. Nicht nur, dass sie dank gesunkener Inzidenzwerte im Landkreis Gießen nun wieder in die Schule gehen dürfen. Nein, dort wartet auch ein neues Außenspielgerät auf sie: der Spaceball. Nicht zuletzt hat der Verwaltungstrakt der Schule ein neues Dach bekommen.

Auch wenn der Name diese Assoziation erweckt: Er hat nichts mit der Star-Wars-Parodie »Spaceballs« zu tun. Vielmehr handelt es sich um einen 22-seitigen Würfel, also ein Ikosidiploeder. Zwischen den blauen Gitterstangen und roten Knotenpunkten sind zig Seile zum Klettern gespannt. Falls mal doch ein Kletterabenteuer schief gehen sollte, hilft der neue Fallschutzbereich, die Folgen abzumildern.

Sponsorenlauf für Klettergerüst

Bereits lange hatten die Schüler den Wunsch, dass ein neues Spielgerät auf ihren Schulhof kommt. Dafür waren sie selbst aktiv geworden: 2019 richtete der Förderverein einen großen Sponsorenlauf aus. Ein Teil der Grundschüler von damals ist nun an weiterführenden Schulen, sagte Schulleiter Michael Jirschim. Damit sie von ihrem Engagement vor zwei Jahren profitieren, sollen sie an die Regenbogenschule eingeladen werden, sobald es die Pandemielage zulässt.

Eine Berliner Firma hat den Spaceball hergestellt, die Dornholzhäuser Firma Spormann ihn aufgestellt. Im Frühjahr waren die Fundamente gegossen worden, nun ist alles fertig. Die Regenbogenschule hatte sich erfolgreich beim Kreis Gießen für das Förderprogramm »Bewegung auf Schulhöfen« beworben, sagte Thomas Fickar vom Landkreis. So trägt dieser einen Großteil der Gesamtkosten von 36 500 Euro. Der Förderverein steuerte die beachtliche Summe von 9500 Euro bei.

Die deutlich größere Investition ist jedoch auf dem Bild hinter dem Spaceball zu sehen. Insgesamt 414 000 Euro flossen in die Sanierung des Verwaltungstraktes der Schule. Der kleinste Posten dabei war noch, den Putz zu erneuern und zu streichen.

Das Flachdach des 1969 errichteten Gebäudes machte arge Probleme. In dem Verwaltungstrakt sind neben den Büros auch die Räume der Nachmittagsbetreuung in der ehemaligen Hausmeisterwohnung sowie zwei Fachräume (Musik und PC-Raum) untergebracht. Regelmäßig stand in diesen nach Starkregen das Wasser, berichtete Schulleiter Jirschim.

Damit im Musikraum nun nicht ständig Händels »Wassermusik« auf dem Lehrplan steht, wurde das alte Flach- durch ein neues Halbsatteldach ersetzt. Dabei wurden gleich neue Dämmschichten sowie eine Blitzschutzanlage eingebaut. Die Regenrohre zur Entwässerung der 740 Quadratmeter großen Dachfläche wurden auf die Außenseite des Gebäudes verlegt. Bislang zogen sie sich durch das Verwaltungsgebäude.

Im Sommer sollen die Bauarbeiten weitergehen, sagte Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl bei der Einweihung des Spaceballs. Dann soll der Klassentrakt ebenfalls ein leicht geneigtes Pultdach erhalten. Derzeit laufen dazu die Ausschreibungen. Außerdem sollen sowohl das Verwaltungs- als auch das Klassengebäude mit einer Photovoltaik-Anlage versehen werden. »Das hat auch Vorbildfunktion, wenn der Kreis auf erneuerbare Energien setzt«, sagte Schmahl.

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