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Der sehr frühe Vogel

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Der frühe Vogel fängt den Wurm - und der viel zu frühe Vogel? Da muss man sich schon - in Abwandlung eines Zitats des "Kaisers" - fragen: "Ja, ist denn heut schon Frühling?"

Diese Woche wurde doch tatsächlich im Naturschutzgebiet "Lückebachaue" ein Kranichpaar gesichtet. Klaus-Dieter Schmandt, seines Zeichens von der oberen Naturschutzbehörde bestellter NSG-Schutzgebietsbetreuer, wollte seinen Augen nicht trauen.

Die beiden Vögel suchten auf der sogenannten Kreuzwiese in Watzenborn-Steinberg nach Nahrung. Unklar ist, ob die beiden schon aus ihrem Winterquartier zurückgekommen sind oder erst gar nicht die weite Reise nach Spanien, Portugal oder Afrika angetreten haben. "Auf jeden Fall eine seltene Beobachtung für Ende Januar in unseren heimischen Gefilden", sagte Schmandt. Stephan Sieber knipste die frühen - oder je nach Ansicht späten - Vögel. Quasi als Beweisfoto für skeptische Zeitgenossen. Ein Bild sagt mehr als Worte.

Für Schutzgebietsbetreuer Schmandt ist es auf jeden Fall ein Beweis dafür, wie gut das Naturschutzgebiet und Biotop von Zugvögeln als Rastplatz genutzt wird. Umso wichtiger sei es, dass die Menschen das Naturschutzgebiet respektieren, es also nicht betreten oder gar die Hunde darin toben lassen. Schmandt bedauerte, dass diese Akzeptanz leider nicht bei allen Mitbürgern gegeben sei.

rge/FOTO: STEPHAN SIEBER - PICTURE BEAR

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