Einer der Hinweise versteckt sich in einer in einem alten Baumstumpf versteckten Box. Oben rechts sieht man das Reflektorband, welches an vielen Stellen die Verstecke der Hinweise markiert. 		FOTO: PAD
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Einer der Hinweise versteckt sich in einer in einem alten Baumstumpf versteckten Box. Oben rechts sieht man das Reflektorband, welches an vielen Stellen die Verstecke der Hinweise markiert. FOTO: PAD

Schnitzeljagd mit Taschenlampe

  • vonPatrick Dehnhardt
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Die Pohlheimer Pfadfinder haben eine Schnitzeljagd vorbereitet, die nur in den Abendstunden funktioniert. Coronakonform können Kinder mit ihren Eltern für ein bis zwei Stunden auf Entdeckungstour gehen.

Die Dunkelheit legt sich langsam wie eine Decke über Watzenborn-Steinberg. Mit Taschenlampen in der Hand stehen ein Vater und seine Tochter am Spielplatz »Am Steinacker«. Doch nicht etwa die Spielgeräte interessieren sie, sondern nur das Spielplatzschild. Denn auf ihm ist der erste Hinweis für die Schnitzeljagd der Pohlheimer Pfadfinder »Royal Rangers« versteckt. Und dieser funktioniert nur im Dunkeln.

Bereits vor Weihnachten hatte das Organisationsteam um Tabea Düringer und Hannes Petzendorfer die Idee für die Schnitzeljagd. »Das ist aus der Not geboren«, sagt Petzendorfer. Normalerweise treffen sich die Pfadfinder immer freitags. Doch derzeit ist dies aufgrund der Pandemielage nicht möglich. Um den Pfadfindern dennoch ein kleines Abenteuer zu ermöglichen, wurde eine Schnitzeljagd vorbereitet.

Suche im Familienkreis

Der Vorteil: Sie können den Weg mit ihren Eltern und Geschwistern coronaregelkonform als ein Haushalt ablaufen, in der Anleitung auf der Internetseite der »Royal Rangers« (pfadfinder-pohlheim.de) wird auch explizit darauf verwiesen, Grüppchenbildungen zu vermeiden.

Auf dem Schild am Spielplatzeingang finden sich drei Zahlen: eine Zeit- und zwei Altersangaben. Addiert man diese, erhält man die Anzahl Schritte, die man etwa vom grünen Pfosten neben dem Spielplatzeingang in Richtung 9 Uhr laufen soll, bevor man links auf eine Straße abbiegen kann. Der Vater und die Tochter probieren dies aus - und tatsächlich funktioniert es. »Wir haben ein wenig herumgerechnet, bis dieses Rätsel funktioniert hat«, verrät Petzendorfer. Als Team waren sie die Strecke abgegangen, haben weitere Hinweise am Wegesrand, in Mauerritzen und Astlöchern versteckt. Markiert sind diese meist mit einem Reflektorstreifen - und daher auch nur im Taschenlampenlicht zu finden. Manchmal sind Hilfsmittel im Umfeld versteckt, jedoch auch markiert.

Gleich die zweite Station ist etwas knifflig. Sie liegt in der Nähe eines Kastens der Straßenbeleuchtung, der die Nummer 131 trägt. Der Hinweis verbirgt sich auf einer Flaschenpost, die im Bach liegt. Ins Wasser muss jedoch niemand hinabsteigen - es gibt eine Schnur, um diese trockenen Fußes vom Ufer aus heranzuziehen. Wohin die Reise danach weitergeht, soll hier nicht verraten werden.

Die Pfadfinder haben die Schnitzeljagd mittlerweile für alle geöffnet. Man sollte sich dafür warm anziehen und auf ordentliches Schuhwerk setzen. Ohne aufgeladene Taschenlampe geht gar nichts. Eine Bibel und ein Notizzettel sind hilfreich, zudem sollte man sich die Hinweise zu den ersten beiden Stationen ausdrucken oder auf dem Handy speichern (pfadfinder- pohlheim.de). Alle Stationen sollte man so verlassen, wie man sie vorgefunden hat. Der Weg dauert rund anderthalb bis zwei Stunden. Falls man nicht mehr weiter weiß oder ein Hinweis verschwunden ist, helfen Petzendorfer (01 57/39 02 0187) und Düringer (01 71/63 24 320) weiter. Die Schnitzeljagd ist noch mindestens bis Ende des Monats möglich - wenn alle mit den Hinweisen sorgsam umgehen.

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