Der "Schambes" nimmt Abschied von der Bütt

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Für einen kurzen Moment war Gerhard Reitz sprachlos: Zu seinem Abschied von der Hausener Fassenacht rollten ihm seine Mitstreiter bei der Elferratssitzung unter dem Motto "Hollywood und Oscarnacht – Hausen feiert Fasse-nacht" einen roten Teppich aus. 5x11 Jahre lang hatte er, meist in seiner Paraderolle als "Schambes", in der Bütt gestanden. Sein Markenzeichen: Spitze Zunge, rote Nase und weiße Handschuhe. In der Hausener Narrhalla sagte er nun "Adieu!" und seinem Publikum "Danke!" für 55 tolle Jahre. Sitzungspräsidentin Pia Krämer überreichte ihm am Ende unter tobenden Applaus und "Hausen Helau!" den goldenen TV-Oscar. Zuvor hatte er bereits vom Vertreter der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval Markus Braun den Ehren-Pin der Karnevalsgemeinschaft mit Nennung im erlauchten Kreis der Obernarren verliehen bekommen. Zudem wurde er von den Pohlheimer Karnevalisten von den Watzenborn-Steinberger Mollys von Jörg Buß und von der Grüninger GBK von Alfred Schmidt gewürdigt. Auch dort stand der heute 71-jährige Fastnachter, wie in vielen weiteren Orten der Region, in der Bütt.

Für einen kurzen Moment war Gerhard Reitz sprachlos: Zu seinem Abschied von der Hausener Fassenacht rollten ihm seine Mitstreiter bei der Elferratssitzung unter dem Motto "Hollywood und Oscarnacht – Hausen feiert Fasse-nacht" einen roten Teppich aus. 5x11 Jahre lang hatte er, meist in seiner Paraderolle als "Schambes", in der Bütt gestanden. Sein Markenzeichen: Spitze Zunge, rote Nase und weiße Handschuhe. In der Hausener Narrhalla sagte er nun "Adieu!" und seinem Publikum "Danke!" für 55 tolle Jahre. Sitzungspräsidentin Pia Krämer überreichte ihm am Ende unter tobenden Applaus und "Hausen Helau!" den goldenen TV-Oscar. Zuvor hatte er bereits vom Vertreter der Interessengemeinschaft Mittelrheinischer Karneval Markus Braun den Ehren-Pin der Karnevalsgemeinschaft mit Nennung im erlauchten Kreis der Obernarren verliehen bekommen. Zudem wurde er von den Pohlheimer Karnevalisten von den Watzenborn-Steinberger Mollys von Jörg Buß und von der Grüninger GBK von Alfred Schmidt gewürdigt. Auch dort stand der heute 71-jährige Fastnachter, wie in vielen weiteren Orten der Region, in der Bütt.

Bereits mit jungen 16 Jahren hatte Reitz seine Karriere in der Bütt gestartet. Sein Opa hat ihn damals 1964 animiert, es mal zu probieren und sein Talent kam an. Rollenklischees von Mann und Frau nahm er mit verschmitztem Witz, gereimt und in Prosa gern aufs Korn und erntete dafür viele "Raketen" und "Uiuiui Auauau!" in den Hallen der Region.

Witzig und deftig war er, aber mit Herz. Dabei schlüpfte er unter anderem in Rollen als Doktor, Vogelsberg-Bauer Georg, Feuerwehrmann oder eben als "Schambes". Zuvor schaute er das Jahr über dem Volk aufs Maul und passte auf, was drumherum Frau und Mann bewegte. Er traf jeweils den Nerv der Zeit.

Erfolgreich auch im Doppelpack

Aber auch im Doppelpack mit Ilse Dern, Annemarie Jost, Herta Spengler oder aktuell mit Melanie Patt blieb nie ein Auge trocken. Kongenial spielten er und die TV-Frohnatur Patt sich auch am Abschiedsabend noch einmal die Bälle als "Ein selten fröhliches Paar" zu. Die verwandlungsfähige Partnerin war seine Entdeckung. "Ich hab’ für Nachwuchs gesorgt", weiß er und freut sich mit Melanie Patt. Sie war und ist ein Glücksfall für den TV-Fasching und als "Uschi Kasupke" inzwischen auch überregional eine Marke. Am Ende des Abends sagte "Schambes" beim Abschied aus der Bütt: "Es war schön bei euch im Hausener Narrenhaus. Ich geh jetzt nach Haus’ und freu mich drauf." (Foto: rge)

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