An richtiger Stelle diskutieren

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Pohlheim(pm). Rund 100 Führungskräfte der Feuerwehren aus vier Bundesländern trafen sich nun in Pohlheim beim "Feuerwehrführungskräftesymposium". Organisiert wurde die Veranstaltung von der Feuerwehr Pohlheim und der gewerblichen Feuerwehr-Agentur mit Sitz in Gießen.

Vorgaben akzeptieren

"Wir müssen als Feuerwehrführungskräfte mal aufhören, uns ausschließlich in taktischen oder technischen Details zu verlieren, die Menschen in unseren Feuerwehren sind wichtig", sagte der Pohlheimer Stadtbrandinspektor Bernd Schöps über die Kernausrichtung des Symposiums.

Martin Lutz von der Feuerwehr-Agentur gab die Empfehlung, den Fokus vorrangig auf jene Diskussionen zu legen, bei denen dringend intern diskutiert werden muss. Brandamtsrat Sebastian Opper zeigte an einem fiktiven Beispiel, wie häufig Diskussionen dort stattfinden, wo es nicht viel zu diskutieren gibt. Opper, der selbst Mitglied in diversen nationalen Fachausschüssen der Feuerwehr ist, zeigte zum Teil drastisch, an welchen Stellen Feuerwehrführungskräfte Dinge diskutieren, die vom Gesetzgeber, gesetzlichen Unfallversicherern, Normungs- und Fachausschüssen oder anderen zuständigen Stellen geregelt sind. Solche Vorgaben bedürften keiner Diskussion, stattdessen solle man sich auf die Punkte konzentrieren, wo es Gestaltungsspielraum gibt.

Rechtsanwalt und Fernwalds Leiter der Feuerwehr Jens Richmann ging in seinem Workshop darauf ein, wann Ordnungsmaßnahmen in der Feuerwehr geboten sind und wie diese durchgesetzt werden können. Kreisbrandmeister Ralph Bingmann sprach in seiner Veranstaltung über die Abgrenzung zwischen privatrechtlichen Feuerwehrförderverein und kommunaler Feuerwehr. Die beiden Stadtbrandinspektoren Michael Carl (Allendorf/Lumda) und Schöps (Pohlheim) zeigten, wie man Innovationen aus der einen Feuerwehr sinnvoll und wirksam auf eine andere Feuerwehr übertragen kann.

Ende November 2020 soll das zweite hessische Feuerwehrführungskräftesymposium mit dem Titel "Fangt an zu führen!" stattfinden.

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