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Die Rauchschwalben und der Limeshof

  • vonRoger Schmidt
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Vor 50 Jahren wurde der Aussiedlerhof der Familie Häuser zwischen Watzenborn-Steinberg und Grüningen errichtet. Aufgrund seiner Lage an der Grenzlinie des ehemaligen römischen Reiches taufte man ihn damals passend "Limeshof". 1971 wurde das Hofgut bezogen - nicht nur von Menschen. Von Beginn an wohnen dort viele Rauchschwalben in den Stallungen.

Sie lieben die Fliegen und Mücken als Futterquelle, die die Milchkühe umschwärmen. In diesem Jahr sind es 29 Brutpaare, die ihre Jungen dort aufziehen. Junge Rauchschwalben waren am Mittag der Fotoaufnahme wieder geschlüpft und reckten ihre Schnäbel, um Nahrung aufzunehmen.

Für die Landwirtin und ihre Familie ist es alljährlich eine schöne Sache, das werdende Leben zu beobachten. Spannend wird es, wenn die Vögel die ersten Flugübungen unternehmen. Sie scheuen auch nicht die Nähe des Menschen. Ende September fliegen sie dann gemeinsam mit ihren Eltern in das Winterquartiere nach Afrika. Was würde aus diesen Schwalbenvögeln ohne die landwirtschaftlichen Höfe in der Region?, fragen sich Häusers. Mit ihrer Viehzucht und den dazugehörigen Stallungen tun die Landwirte neben der Versorgung der Bevölkerung einiges für den Erhalt dieser und anderer gefährdeter Arten. Die Rauchschwalbe steht seit 2015 auf der Roten Liste der Brutvögel.rge/FOTO: RGE

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