+
Im letzten Bauabschnitt erhielt die Fassade der Adolf-Reichwein-Schule eine Frischekur. Davon überzeugten sich die Gäste am Montag.

Dauerbaustelle

Pohlheimer Schule ist fast 13 Jahre Baustelle - und es wird weiter gebaut

  • schließen

An der Adolf-Reichwein-Schule ging am Montag die Schulsanierung zu Ende. Doch das heißt noch nicht, dass es hier in den kommenden Monaten keine Baustelle mehr geben würde.

Was lange währt wird endlich gut: Nicht nur eine, nein gleich mehrere Generationen von Pohlheimer Schülern erlebten "ihre" Adolf-Reichwein-Schule in Watzenborn-Steinberg nur als Baustelle. Doch die "ewige" Baustelle ARS hat nun nach fast 13 Jahren Bauzeit ein Ende gefunden. Damit steht auch eine ganz neues Kapitel in der Schulgeschichte an. Es wird aber nicht baustellenfrei sein.

Sanierung kostet 12 Millionen Euro

Rund zwölf Millionen Euro investierte der Landkreis. "Seit fast 13 Jahren war ihre Schule eine einzige Baustelle", sagte Schuldezernentin Dr. Christiane Schmahl zur Feier des offiziellen Abschlusses des Schulumbaus am Montagnachmittag. Seit dem dritten Bauabschnitt war die ARS auch eine regelmäßige Anlaufstelle für die Schul- und Baudezernentin: Fünfmal war sie mit dabei, wenn wieder ein Bauabschnitt endete.

Im Januar 2007 hatte alles begonnen: Zunächst ging es an die Sanierung der Naturwissenschaftsräume. Im zweiten Bauabschnitt wurden Mensa, Aula und Bibliothek erneuert. Das dauerte bis 2009. Im Zuge des dritten und vierten Bauabschnitts wurden anschließend bis 2012 zwölf Klassenräume, zwei EDV- und Gruppenräume sowie ein Besprechungsraum und die dazugehörigen Flure und Treppen saniert. Von Juli 2013 bis Februar 2015 haben die Bauarbeiter die Klassenräume der Ebene 3 bis auf den Rohbauzustand entkernt und neu wiederhergestellt. Doch noch war kein Ende in Sicht. Zwischen Juli 2016 und April 2018 waren die Bereiche Kunst und Arbeitslehre sowie die Verwaltungsräume der Schule dran. Ebenso gab es neue Heizungs-, Sanitär- sowie Elektronik- und EDV-Installationen.

Sieben neue Treppen gebaut

Seit Mai 2018 leuchtete die Fertigstellung als Ziel am Horizont: Im letzten Bauabschnitt wurden Dach und Fassade saniert und mit einer neuen Wärmedämmung versehen. Auch wurden die alten Stahlbetonfluchttreppen auf der Außenseite der Schule abgerissen und durch sieben neue Treppen ersetzt.

Die Schüler und Lehrer mussten in all diesen Jahren so manche Umstände ertragen - das fängt schon ganz einfach bei dem Unterricht in Containern an und endete bei all dem, was eine Baustelle an Nebenerscheinungen so mit sich bringt. Für die Schule bedeutet die Einweihungsfeier am Montag deshalb auch, dass mit dem Ende der Bauarbeiten am Schulgebäude endlich auch Baulärm, Schmutz, Dreck und Sperrungen der Vergangenheit angehören.

Jetzt soll Außensportfeld gebaut werden

Ist nun wirklich alles ganz fertig? Nein. Denn ein Projekt steht noch immer aus: "Noch im November wollen wir mit den Arbeiten für den Bau des Außensportfeldes an der ARS beginnen", erklärte Schmahl. "Sonst wäre es vermutlich auch zu ruhig nach den 13 Jahren Baustelle", quittierte Schulleiterin Petra Brüll mit einem Lachen. Aber der Bau des Außensportfeldes, der sich schon seit Jahren immer wieder verschiebt, ist längst keine leere Versprechung mehr, teilte Pohlheims Bürgermeister Udo Schöffmann mit "Heute morgen lag die Baugenehmigung in der Post". Und danach ist Schluss?

Nein. Denn schon jetzt ist absehbar, dass die Sporthalle der ARS in naher Zukunft saniert werden muss. Auch die Schulleiterin erwähnte noch einige Baustellen: Der Schulhof ist in einem desolatem Zustand, der Unterrichtspavillon ebenso. Also müssen sich die Schüler auch noch gar nicht an eine baustellenfreie Schule gewöhnen: "Nach der Baustelle ist eben vor der Baustelle", sagte Brüll.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare