Ist Pohlheim sportfreundlich?

  • vonConstantin Hoppe
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Pohlheim(con). Wie kann die Stadt ihre Sportstätten entwickeln und wohin? Darüber könnte schon bald ein Sportstättenkonzept Auskunft geben. Der Pohlheimer Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport beschäftigte sich am Dienstag mit dem Konzept. Ähnlich wie bereits in Buseck erfolgt, könnte die Stadt so einen Leitfaden in die Hand bekommen, um das Ziel einer sport- und bewegungsfreundlichen Stadt zu erreichen.

Über die mögliche Realisierung eines solchen Konzepts berichtete Dr. Julia Thurn vom Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung GbR (ikps). Im Rahmen des Entwicklungskonzepts sollen auch Sportvereine, Sporttreibende und weitere Beteiligte befragt werden, um die Bedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten für Pohlheim genau abschätzen zu können. Dabei werden natürlich auch Aspekte wie der demografische Wandel und ein verändertes Sportverständnis in der Bevölkerung angesprochen und miteinbezogen. Zum Abschluss des Verfahrens soll dann entweder ein Sportstättenkonzept entstehen oder ein noch weitergehendes Sportentwicklungskonzept. Was genau in Pohlheim zu bevorzugen ist, liegt nun in der Entscheidung der Fraktionen, die sich eingehender mit der Thematik befassen werden.

Antrag abgelehnt

Ein Antrag der SPD über die Planung eines Jugendzentrums erhielt im Ausschuss keine Zustimmung. Die Sozialdemokraten wollten, dass der Magistrat beauftragt wird, Örtlichkeiten und Konzepte für eine solche Einrichtung vorzuschlagen. "Wir reden schon so lange darüber, jetzt wird es endlich Zeit einen Schritt zu machen", erklärte Prof. Ernst-Ulrich Huster (SPD).

Der Antrag fand jedoch keine Zustimmung, auch weil die CDU einen Antrag mit ähnlicher Thematik gestellt hatte: Danach soll die städtische Jugendpflegerin einen Bericht über die Jugendarbeit in Pohlheim halten. Sie soll auch berichten, in welchen Kreiskommunen Jugendzentren bestehen und welche räumlichen, zeitlichen, finanziellen und personellen Aufwendungen dort benötigt werden. "Wir sollten nicht den zweiten Schritt zuerst machen, sondern erst schauen, ob wir auch die entsprechenden Bedarfe haben", sagte Reiner Leidich. Letztlich erhielt der Antrag der CDU die mehrheitliche Zustimmung, der der SPD wurde abgelehnt.

Bedarf an Kita-Plätzen

Auch ein weiterer Antrag der SPD für eine mittelfristige Planung zum weiteren Ausbau der Kindertagesstätten erhielt keine Zustimmung: Der Magistrat sollte eine Planung vorlegen, die unter anderem die demografische Entwicklung und den Bedarf an Betreuungsplätzen sowie wohnortnahe Lösungen zur Verringerung des Verkehrs miteinbeziehen sollte. "Das ist faktisch so nicht möglich", sagte dazu Bürgermeister Udo Schöffmann. "Man müsste die Bedarfe bereits im Vorfeld kennen oder sehr viel mehr Personal einstellen." Der aktuelle Bedarf werde bei der stadtweiten Planung so gut wie möglich beachtet. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Auch die Ferienspiele standen auf der Tagesordnung: Sie liefen coronabedingt anders als in den Vorjahren ab. Insgesamt 169 Kinder nahmen die Angebote an - 2019 waren es 311. Die Teilnehmerzahlen mussten bei den verschiedenen Angeboten stark begrenzt werden, um Hygieneauflagen einzuhalten. Vieles wurde zudem abgesagt. Die Angebote die stattfinden konnten, erhielten aber viel Lob sowohl von Kindern und Eltern.

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