Hermann Watzl Bürgermeister von Admont
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Hermann Watzl Bürgermeister von Admont

Pohlheim und Admont feiern Partnerschaft

  • vonLena Karber
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Pohlheim(lkl). In Pohlheim steht in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum an: Genau 50 Jahre ist es her, dass die damals noch selbstständige Gemeinde Garbenteich mit der österreichischen Marktgemeinde Admont in der Obersteiermarkt eine Partnerschaft schloss. Diese wurde nach der Gebietsreform ab 1971 von der Großgemeinde Pohlheim fortgeführt.

Da das 25-jährige Jubiläum in Pohlheim gefeiert worden war, sind anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Partnerschaft für Oktober eine Reihe von Veranstaltungen in Admont geplant. Doch ob die Feierlichkeiten stattfinden können, ist angesichts der Corona-Pandemie noch unklar. "Ich gehe momentan eher nicht davon aus", sagt Hermann Watzl, Bürgermeister der österreichischen Gemeinde. "Aber wir sind bereit und vorbereitet."

Geplant ist nach Auskunft Watzls ein Partnerschaftsbesuch vom 9. bis zum 13. Oktober, für den sich etwa 120 Personen aus Pohlheim angemeldet haben. Das Programm: freitags ein gemeinsames Abendessen, samstags eine Besichtigung des angrenzenden Nationalparks Gesäuse mit Mittagessen im Ortsteil Johnsbach und einer Folklore-Veranstaltung am Abend.

Am Sonntag sind ein gemeinsamer Gottesdienst in der Stiftskirche Admont und Mittagessen im Stiftskeller und eine Abendveranstaltung sowie montags ein Besuch in der Landeshauptstadt Graz mit Landhausbesichtigung und die Besichtigung des Weingutes "Dveri Pax" in Slowenien geplant, bevor es über die Weinstraße zurück nach Admont geht. Am Dienstag reisen die Gäste dann zurück.

Für Watzl hängt die Frage, ob die Feierlichkeiten stattfinden können, maßgeblich davon ab, "ob die Grenzen für solche Reisen geöffnet werden oder nicht". Das müsse man nun erst einmal abwarten. Alternativpläne gebe es noch nicht.

Sollte eine Absage nötig sein, werde man zunächst wieder Gespräche führen müssen, sagt er. "Dieses Prozedere haben wir noch nicht besprochen."

Insgesamt hält Watzl die Partnerschaft für wichtig, auch wenn er erst seit fünf Jahren Bürgermeister in Admont ist und zuvor - wie er selbst sagt - als Bürgermeister in einer Nachbargemeinde, nichts mit Pohlheim zu tun hatte. Nun stehe er jedoch mit dem Pohlheimer Bürgermeister Udo Schöffmann ständig in Kontakt, und es habe auch schon Besuche und Gegenbesuche gegeben.

"Ich habe die Partnerschaft sozusagen geerbt und es ist uns ein Anliegen und Ansinnen, dass sie bestehen bleibt", sagt er. Ganz einfach sei das jedoch nicht. "Die meisten handelnden Personen sind noch die gleichen wie vor 50 Jahren und jetzt zwischen 80 und 85 Jahren alt", erzählt er. Und junge Leute davon zu überzeugen, sich zu engagieren, sei schwer. "Vielleicht wird das in Zeiten der Corona-Krise wieder besser", sagt er vorsichtig optimistisch. "Jetzt, wo Fernurlaube und dieses Halligalli nicht stattfinden können."

Wie sich die Corona-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Beschränkungen tatsächlich weiter entwickeln, bleibt abzuwarten. In Österreich, wo es nach Einschätzung von Watzl "sehr restriktive Maßnahmen" gab, werden seit Beginn des Monats erste Lockerungen getestet. Schulen und Kindergärten werden ebenso wie Geschäfte geöffnet, auch die Gastronomie und die Hotellerie sollen ihre Arbeit wieder aufnehmen.

Admont selbst blieb bislang fast vollständig von Infektionen verschont: Bislang wurde in der 5000 Einwohner zählenden Marktgemeinde nur ein Corona-Fall erfasst und dieser war in Heimbehandlung kurierbar. "Momentan haben wir eine weiße Weste", sagt Watzl. "Aber wir halten uns noch strikt an die Anordnungen der Regierung." ARCHIVBILD: PM

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