Perfektes Flugwetter

Bei strahlendem Sonnenschein dreht ein Greifvogel hoch oben am wolkenlosen Himmel seine Runden. "Wenn die da oben im Kreis segeln, dann kann es endlich losgehen", sagt Michael Wunderle und zeigt mit dem Finger in die Luft "Segelfliegen heißt nämlich auch Thermikfliegen!", erklärt der Flugleiter.

Bei strahlendem Sonnenschein dreht ein Greifvogel hoch oben am wolkenlosen Himmel seine Runden. "Wenn die da oben im Kreis segeln, dann kann es endlich losgehen", sagt Michael Wunderle und zeigt mit dem Finger in die Luft "Segelfliegen heißt nämlich auch Thermikfliegen!", erklärt der Flugleiter.

Am Pohlheimer Flugplatz konnten die Kinder bei den Ferienspielen alles rund um das Segelfliegen kennenlernen. Das ließen sich 17 Kinder aus Fernwald und Pohlheim nicht zweimal sagen und folgten dem Ruf der Aufwinde.

Aufregung vor dem Flug

Über den gesamten Tag lernten die Kinder die Grundlagen der Segelfliegerei kennen – vom Aufbau bis hin zum Start. So schauen sie sich gemeinsam mit den Ausbildungsleitern zunächst einmal die Halle an, in der die leichten Segler untergebracht sind. Nur einen Augenblick später standen sie auch schon an der Start- und Landebahn. Denn der Höhepunkt des Tages – im wahrsten Sinne des Wortes – wird ein Flug in einem der Segelflieger sein.

Nachdem die beiden erfahrenen Flug- und Ausbildungsleitern Matthias Gerhard und Michael Wunderle noch kurz die Einzelheiten für die Sicherheit zum Flug erklären und die letzten interessierten Fragen der Kinder beantworten, steigt die Spannung. Erwartungsvoll setzen sich die Kinder auf eine Bank.

Schnell machen sich im "Wartebereich" gemischte Gefühle breit: Einige spielen ganz unaufgeregt auf ihrem Handy herum, andere sind da etwas angespannter und noch unentschlossen, ob denn der nötige Mut zum Fliegen rechtzeitig aufgebracht werden kann.

Solch ein unsicheres Gefühl ist dem 14-jährigen Tarik Mohr völlig unbekannt. Noch vor fünf Jahren nahm auch er bei den Ferienspielen teil, um das Segelfliegen kennenzulernen. "Seitdem bin ich dabei geblieben und liebe das Fliegen", erzählt er freudestrahlend. "Wenn jemand irgendetwas über unsere Flieger wissen möchte, fragt man am besten Tarik – der weiß alles", sagt Kerstin Kösters vom Bodenpersonal augenzwinkernd.

Die beiden Segelflieger, mit denen die Kinder sich gleich in die Lüfte erheben werden, haben eine Spannweite von 16 Metern beziehungsweise 18 Metern. Mithilfe einer modernen und besonders umweltfreundlichen Elektrowinde werden die Flieger auf einer Strecke von 1000 Metern in gerade einmal 1,8 Sekunden auf 100 Kilometer pro Stunde gezogen, um sich dann rasant auf 400 Metern Höhe in die Lüfte zu erheben. Ein temporeiches Ferienspielangebot.

"Wer möchte als Nächstes?", fragt Kösters die Kinder. Beinahe alle Arme recken sich in die Höhe. Daraufhin wird Fallschirm angelegt, der annähernd die Körpergröße der Kinder hat. Dieser dient zwar vorrangig zur Sicherheit, aber auch als bequemes Sitzkissen. Nachdem die Kinder sicher auf dem Passagiersitz Platz genommen haben, klettert Ausbildungsleiter Wunderle auf den Pilotensitz. Kurze Absprache mit dem Bodenpersonal noch und dann heißt es auch schon "Flieger frei!". Unter staunenden Kinderaugen erfolgt der Start.

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