Outlet-Planer und Gegner an einem Tisch

  • schließen

Die Bürgerversammlung am Donnerstag ab 19 Uhr zum geplanten Outlet-Center in Garbenteich verspricht Spannung: Befürworter und Gegner sitzen in der Volkshalle in Watzenborn-Steinberg an einem Tisch. Neben Bürgermeister Udo Schöffmann und Sebastian Sommer, Geschäftsführer des Outlet-Betreibers Neinver, diskutieren auch Investor und Outlet-Mitplaner Frank Smajek sowie Prof. Bernd Smarsly von der Bürgerinitiative (BI) Garbenteich. Der BI-Vorsitzende Olaf Bappert hat aus terminlichen Gründen abgesagt.

Die Bürgerversammlung am Donnerstag ab 19 Uhr zum geplanten Outlet-Center in Garbenteich verspricht Spannung: Befürworter und Gegner sitzen in der Volkshalle in Watzenborn-Steinberg an einem Tisch. Neben Bürgermeister Udo Schöffmann und Sebastian Sommer, Geschäftsführer des Outlet-Betreibers Neinver, diskutieren auch Investor und Outlet-Mitplaner Frank Smajek sowie Prof. Bernd Smarsly von der Bürgerinitiative (BI) Garbenteich. Der BI-Vorsitzende Olaf Bappert hat aus terminlichen Gründen abgesagt.

Am vergangenen Donnerstag hatten auf einer Diskussion der BI Landtagspolitiker, ein Sachverständiger aus Kassel und ein Gießener Einzelhändler teilgenommen. Nun sind alle maßgeblichen Beteiligten, die sich für und gegen das Outlet-Center engagieren, auf dem Podium. Auch werden "Outlet-Papst" Dr. Joachim Will und Bernd Neuhardt teilnehmen, ein Sportfachhändler aus Zweibrücken, der nach zehn Jahren Kampf für die Innenstadt in das dortige Outlet gezogen ist.

Die Pohlheimer SPD-Fraktion widerspricht unterdessen einer Erklärung der Outlet-Planer in Pohlheim, der FS Entwicklungsgesellschaft Mittelhessen. Diese habe kürzlich erklärt, dass sie das Gewerbegebiet "Garbenteich-Ost" auch dann entwickeln wolle, wenn das Outlet-Center im Bürgerentscheid scheitern sollte.

Die Entwicklungsgesellschaft habe zwar die Option auf den Ankauf von einem Großteil der Flächen des Areals "Garbenteich-Ost" erworben. Sie müsse aber nicht zwingend mit der Erschließung des Areals beauftragt werden, betont die SPD-Fraktion. "Und schon gar nicht bedeutet dies, dass die Entwicklungsgesellschaft bestimmen kann, ob dort ein Großlogistiker angesiedelt wird." Dies entscheide die Stadt Pohlheim mit der möglichen Änderung des Flächennutzungsplans oder einer Festlegung im Bebauungsplan.

"Die SPD möchte, dass keine Ansiedlung mit einem Großinvestor, sondern mit mittelständischen Unternehmen erfolgt", erklärt Prof. Ernst-Ulrich Huster, stellvertretender Vorsitzende der SPD-Fraktion. "Die negativen Folgen aus der Abhängigkeit von einem Großinvestor müssen vermieden werden." Die Erschließung solle, gesteuert durch die Stadt Pohlheim, in Teilabschnitten in einer Größenordnung von jeweils fünf bis sieben Hektar Fläche erfolgen. Zielsetzung müsse zudem eine möglichst geringe Umweltbelastung sein. Die SPD fordert: 50 Prozent des zur bewohnten Fläche Garbenteichs angrenzenden Geländes seien mittels eines Tauschvorgangs "wieder in eine landwirtschaftlich genutzte Fläche umzuwidmen."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare