Wer nicht übt, darf nicht ausrücken

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In Pohlheim ist die Freiwillige Feuerwehr breit aufgestellt: Insgesamt 187 Aktive sind in den sechs Einsatzabteilungen zu finden. Stadtbrandinspektor Bernd Schöps berichtete auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Wehren, dass man die Tagesalarmsicherheit habe verbessern können.

In Pohlheim ist die Freiwillige Feuerwehr breit aufgestellt: Insgesamt 187 Aktive sind in den sechs Einsatzabteilungen zu finden. Stadtbrandinspektor Bernd Schöps berichtete auf der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Wehren, dass man die Tagesalarmsicherheit habe verbessern können.

Nach 598 Ausbilungsstunden in nur zwei Monaten sei nun auch die seit 2018 in Pohlheim stationierte Drehleiter einsatzbereit. 30 Einsätze habe sie bereits gefahren. Zurzeit werde der Gesamtausbildungsstand unter die Lupe genommen, sagte Schöps weiter. Hier forderte er von jeder Einsatzkraft, den Übungsplan ernst zu nehmen. "Wer die Ausbildungsstunden nicht erreicht, wird zwangsläufig vom Einsatzdienst freigestellt."

Insgesamt wurden 167 Einsätze gefahren. Ein eher durchschnittliches Einsatzjahr, sagte Schöps. Trotz allem wurden dabei 24 Verletzte gezählt und waren zwei Tote bei schweren Unfällen und Bränden zu beklagen. 45 Lehrgänge wurden besucht. Bei den Pohlheimer Jugendfeuerwehren werden aktuell 111 Mitglieder gezählt, die Minifeuerwehr zählt 38. Die Berufsfeuerwehrtage waren dabei das wichtigste Ereignis neben dem Pfingstzeltlager. 670 Ausbildungsstunden zählte Stadtjugendfeuerwehrwartin Stephanie Lohrey für den Nachwuchs zusammen. Lohrey wurde im Sitzungsverlauf in geheimer Wahl in ihrem Amt mehrheitlich bestätigt.

Schöffmann kritisiert Alarmierungen

In den Grußworten ging nach den Berichten Bürgermeister Udo Schöffmann, auf die derzeitigen technischen Probleme der Alarmierung ein. Die Technik im Landkreis sei nicht auf dem nötigen Stand, reklamierte er und forderte die "Nachbesserung". Die Einsatzkräfte sollten nicht durch Alarmierungen, wie jüngst in Holzheim, demotiviert werden, weil mehr Kräfte als nötig vor Ort waren, die wieder nach Hause fahren konnten. Er lobte umso mehr deren hohe Motivation. Die Stadt stelle das nötige Material und die entsprechend ausgestatteten Gebäude.

Kreisbrandmeister Bodo Schäfer wies Schöffmanns Kritik zurück und wies darauf hin, dass die Pläne zum Ausrücken der Einsatzabteilungen mit der Stadt erstellt wurden. "Wir wollen nicht in die Selbstverwaltung der Stadt eingreifen", unterstrich er und versprach eine interne Prüfung. Der stellvertretende Kreisbrandinspektor Richmann freute sich, dass man sich auf die einsatzstarke Pohlheimer Feuerwehr verlassen kann. Er rief dazu auf, beim Wettbewerb "Feuerwehr der Zukunft" teilzunehmen. Am 4. Juni ist die Verbandsversammlung in Hungen-Villingen, 25. August der Kreisverbandstag in Nonnenroth, kündigte er an.

Befördert wurden zum Hauptbrandmeister Holger Schmandt, zum Brandmeister Daniel Wurmbach, Andreas Radtke, Holger Sandhofen und Alexander Bauer, zum Hauptlöschmeister Matthias Jung, zum Löschmeister Christian Stumpf, zur Löschmeisterin Luisa Jung, zum Hauptfeuerwehrmann Mika Keßler, Reinhard Oswald, Jonathan Sommer und Lukas Tiedemann, zum Oberfeuerwehrmann bzw. -frau Pierre Brück, Julius Hollerith, Alisa Pfaff, Carina Pötzl, Sophia Weirich und Lukas Schäfer, zum Feuerwehrmann/-frau Niklas Keßler, Bianca Münch, Lea Sophie Radtke, Athanassios Loukidis, Lukas Kurkunc, Simon Krämer und Lukas Stumpf sowie zu Anwärtern Lucian Schäfer, Vanessa von Diemar, Nils Hendrik Klauke, Kristin Pittasch, Sophia Jung, Chiara Jung, Justin Rattler, Tim Ludwig, Sven Krämer, Kayla Emily Smith, Jonas Ohnmacht, Leonard Jung und Christian Fischer.

Das goldene Brandschutzabzeichen am Bande für 40 Jahre Dienst erhielten Matthias Jung und Hans-Jürgen Olbrich aus Holzheim und Hartmut Reitschmidt aus Watzenborn-Steinberg, das Ehrenzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes Hessen-Darmstadt in Silber für 40 Jahre Bernd Briegel (Watzenborn-Steinberg) sowie das silberne Brandschutzabzeichen am Bande für 25 Jahre Sascha Häuser (Grüningen) und Stefan Leib (Hausen). Die Florian-Medaille für besondere Verdienste in der Jugendfeuerwehr ging in Silber an Manuel Michen und in Gold an Stefanie Lohrey und wurden von Kreisjugendfeuerwehrwart Udo Kühn vergeben.

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