Natur spielerisch kennenlernen

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Einen Quark mit selbst gepflückten Gänseblümchen und Löwenzahn bereiteten die Schüler der Klasse 5 d der Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim zu. Das diente zum Hineinschnuppern in das Thema "Naturapotheke". Ihre Klassenlehrerin, Leonie Hofmann, hatte sich für das OVAG-Projekt "Unterricht in der Natur" beworben und die Teilnahme gewonnen.

Einen Quark mit selbst gepflückten Gänseblümchen und Löwenzahn bereiteten die Schüler der Klasse 5 d der Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim zu. Das diente zum Hineinschnuppern in das Thema "Naturapotheke". Ihre Klassenlehrerin, Leonie Hofmann, hatte sich für das OVAG-Projekt "Unterricht in der Natur" beworben und die Teilnahme gewonnen.

Entwickelt wurde das Konzept von der OVAG und der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) 2007. Seitdem bewerben sich jedes Jahr hundert Schulen aus den Landkreisen Wetterau, Vogelsberg und Gießen.

"Wir verlassen die Natur so, wie wir sie vorgefunden haben", erklärte die Mitarbeiterin der HGON Sarah Oberling den Kindern. Neben dem Nutzen des Waldes lernten die Kinder, in welche Schichten man ihn einteilen kann. "Es gibt eine Wurzel-, Moos-, Kraut-, Strauch- und Kronenschicht", zeigte Oberling der Klasse.

Nach der kurzen Theorie wurden die Schüler zu kleinen Forschern: Mit Becherlupen ausgestattet, suchten sie in einem Waldstück in der Nähe von Pohlheim unter Laub und herumliegenden Ästen nach dort lebenden Tieren. "Ich habe einen Schmetterling gefangen", hörte man eine Schülerin sagen. Zusammen mit der Expertin Oberling bestimmten die Kinder die Tiere, schauten nach besonderen Merkmalen, Vorkommen und Lebensweisen. Fragen wie "Was ist der Unterschied zwischen einem Hundert- und einem Tausendfüßler?" und "Warum wird dieser Käfer ›Pillendreher‹ genannt?" wurden spielerisch beantwortet.

Zum Abschluss fingen die Kinder mithilfe ihres Keschers in einem kleinen Tümpel im Wald darin lebende Tiere wie den Kammmolch. Aufgrund der vorhandenen Tierarten und deren Häufigkeit sowie weiteren Faktoren konnten die Schüler die Wasserqualität beurteilen.

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