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Mit viel Beifall werden die Ensemble-Mitglieder beim Konzert in der katholischen Kirche bedacht.

Musikalische Wärmespender

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Pohlheim (rge). Der Vorsitzende des Fördervereins der katholischen Kirche St. Martin, Josef Smolka, konnte sich mit den Musikern und rund 100 Konzertbesuchern nicht nur über die klassische Musik in der katholischen Kirche in Watzenborn-Steinberg freuen, sondern auch über viele Geldscheine in der anschließenden Kollekte. Die waren das Ergebnis eines Benefizkonzertes des "Instrumente im Dialog Ensemble St. Martin" zugunsten einer in die Jahre gekommenen und sanierungsbedürftigen Kirchenheizung. Sieben Musiker mit Marianne und Madlen Kosaca (beide Violine), Margarete Mrokon (Violine und Viola), Carl Kissel (Viola), Anne Setzer-Klein (Cello), Monika Kissel (Querflöte) und Cordula Scobel (Cembalo) hatten dankenswerterweise allesamt auf ihr Gage verzichtet - so kam die gesammelte Summe komplett der Finanzierung der neuen Heizungsanlage von St. Martin zugute. "Mit der neuen Heizung sitzt keiner der Kirchenbesucher im kommenden Winter im Gotteshaus im Kalten", dankte Smolka den Instrumentalisten sowie Herbert Reinhold, der philosophische Texte an diesem vermutlich letzten Sommertag des Jahres beigesteuert hatte.

Rezept für lange Winterabende

Im Dialog der Streicher hatten die Instrumentalisten das "Brandenburgische Konzert Nr. 3" von Musikgenie Johann Sebastian Bach ausgewählt. Es bildete den festlichen Auftakt zu einer Stunde klassischer Musik aus den Epochen. So folgte ein Meisterwerk der Kammermusik von Wolfgang Amadeus Mozart mit dem "Quartett in C KV285b", warm im Ton in beschwingter "Wiener Klassik" von den Streichern gespielt, hinterlegt in der Leichtigkeit des Tonspiels der Flöte von Monika Kissel. Dazu passte die Rezitation von Herbert Reinhold mit Willi Eulers "Ode an die Musik" als Liebeserklärung an die schönen Künste. Das Cembalo, gespielt von Cordula Scobel, kam dann im Zusammenspiel der Streicher im Quintett bei einem weiteren Zeitgenossen Mozarts und als Vater der Wiener Klassik bezeichneter Komponisten Johann Christian Bach zu Ehren. Andächtig lauschte das fachkundige Publikum danach seinem Quintett in D-Dur. "Musik, ich muss dir heute sagen, Du bist etwas, das mir gefällt, das, was in dunklen Tagen mein Seelenleben stets erhellt", zitierte Reinhold danach das Rezept im Hinblick auf lange Winterabende aus einem Gedicht von Horst Rehmann.

Aus der Oper "Thais" von Jules Massenet folgte die "Meditation" mit seinen orientalischen Einflüssen in den Klängen, die sich damit hörbar vom bisherigen Programm abhob. Noch einmal Mozart zum Finale mit dem "Divertimento D-Dur KV136", die der Komponist bei seiner Italienreise in Noten gesetzt hatte, danach gab es lang anhalten stehenden Applaus für die Musiker sowie Blumen und süße Herzen als Dankeschön.

"Ich wünsche dir: Zeit zum Leben!" hatte Herbert Reinhold im Wunschgedicht von Elli Michler allen Gästen im Blick auf das konzertante Ereignis zum Ausgang gewünscht. Musik hatte die Herzen erwärmt, die neue Heizungsanlage, die bald auch dank der Spender installiert wird, wird ihr Teil für eine warme Heimstatt der St.-Martin-Gemeinde tun. Eine Zugabe ließen die sieben Instrumentalisten gerne erklingen.

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