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Der gastgebende Chor des Gesangvereins Sängerkranz Watzenborn-Steinberg setzt gleich zu Beginn einen besonderen musikalischen Akzent.

Mit Musik durch eine schwere Zeit

  • VonRoger Schmidt
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Pohlheim (rge). Als am Ende des Chorkonzertes »Man(n) singt deutsch und ….« gemeinsam der Klassiker »Das Morgenrot« erklang, waren Zuhörer als auch Sängerinnen und Sänger in den Chören offensichtlich überglücklich gestimmt. Es gab lang anhaltenden Applaus.

Endlich konnte im Hans-Weiß-Saal wieder das beliebte Chorkonzert stattfinden, zu dem der Gesangverein Sängerkranz nach einem Jahr Pandemie-Pause in seiner 13. Auflage erneut bekannte Chorgäste eingeladen hatte. Es bot für die Liebhaber erstklassiger Chormusik von Volksmusik über Klassik bis hin zu Pop all das, auf was die Zuhörer lange Zeit live verzichten mussten. Einziger Wermutstropfen, die Gäste der beiden angekündigten Chöre aus Horbach im Main-Kinzig-Kreis mit Chorleiter Ernie Rhein hatten sich entschuldigt und waren wegen einiger in der Woche zuvor festgestellter Corona-Fälle innerhalb ihrer Chöre nicht angereist.

Dafür waren die beiden Ettingshausener Chöre der Concordia-Liederkranz mit dem gemischten Chor und dem Jungen Chor Young Generation mit Dirigent Axel Pfeiffer bestens aufgelegt, wie auch der gastgebende Männerchor und Vocale des Sängerkranz Watzenborn-Steinberg mit Chorleiter Peter Schmitt. Das Konzert fand unter 2G-Regelung statt.

Variationsreichtum gezeigt

»Das ist der Tag des Herrn« aus »Schäfers Sonntagslied« intonierten die 38 Sängerkranz-Sänger gleich zu Beginn und setzten damit Akzente für zwei Stunden bester Chormusik. Schmitt informierte die Gäste, dass trotz Pandemie keine einzige Probe ausgefallen war. Online-Proben und wie auf dem Hof Obersteinberg halfen, die Zeit der Einschränkungen zu überwinden. Und so bewiesen sie sich bei guter Stimme, wie beim Comedian-Harmonists-Hit »Ein Freund, ein guter Freund«, dessen Text keine leere Phrase ist, sondern im Sängerkranz gelebt wird. Mit »Bunt sind schon die Wälder« folgte der 30-stimmige gemischte Concordia-Liederkranz-Chor. Flott daher kam von ihnen das Volkslied »Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen« im Arrangement von Gunther Erdmann. Mit Mark Forsters Pop-song »Sowieso« zeigten sie ihren Variationsreichtum, und dass man mit Freude an der Musik auch die schweren Corona-Zeiten überstehen kann.

Spirituals wie »My Lord what a Morning« und »Little Lamb« sowie Schuberts »Schöne Nacht« waren weitere Beiträge der Sängerkranz-Sänger. Mit »Ihr von morgen« von Udo Jürgens hatte Schmitt eine Hymne an die Zukunft für die Zuhörer ausgesucht und begeisterte mit seinem Klaviersolo.

Mit dem Bendzko-Titel »Nur noch kurz die Welt retten« startete die Young Generation aus Ettingshausen in die zweite Konzertrunde, der noch drei populäre Charthits von Robbie Williams, den Bangtan Boys und Maybebop im A-cappella-Satz folgten. Zum Abschluss nahmen die Sängerkranz-Sänger die Zuhörer noch einmal auf eine Reise durch die Chorliteratur aus Schweden, Schottland, England und den USA mit. Nach »You raise me up«, begleitet am Klavier durch Marion Riemer, gab es verdienten Applaus - auch für Thorben Reuter und Erik Burger, die beiden Sängerkranz-Solisten dieses Abends.

Ein »Happy Birthday« ging mit Blumen an Bürgermeistergattin Gabriele Ruck, bevor das letzte Stück im großen Volkshallen-Chor ausklang.

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