Mission erfüllt, Verein löst sich auf

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"Mission erfüllt. Kirche gerettet", stellte der Vorsitzende des Fördervereins zur Rettung der alten Kirche Watzenborn-Steinberg, der ehemalige Pohlheimer Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, fest. Der Verein war einst gegründet worden, da umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten der Kirche notwendig geworden waren.

"Mission erfüllt. Kirche gerettet", stellte der Vorsitzende des Fördervereins zur Rettung der alten Kirche Watzenborn-Steinberg, der ehemalige Pohlheimer Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer, fest. Der Verein war einst gegründet worden, da umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten der Kirche notwendig geworden waren.

1489/90 entstand das im romanischen und später im gotischen Stil erbaute Kirchenschiff. Der erste Kapellenbau wird allerdings bereits um das Jahr 1000 vermutet. Nach wechselvoller Zeit im Kircheneigentum durch die katholische und evangelische Kirche über die Jahrhunderte war die Kirche 1992 in städtischen Besitz gelangt und wurde bis 1999 von der syrisch-orthodoxen Gemeinde genutzt. Am 22. November 1998 fand das erste Benefizkonzert zur Rettung und Sanierung des Bauwerks statt. Der Vorstand sah jetzt die Zeit gekommen, den 1997 unter Vorsitz von Schäfer gegründeten Verein in seinem 21. Jahr aufzulösen.

15 von 68 Mitglieder waren in der Versammlung für das Geschäftsjahr anwesend und sorgten für das notwendige Quorum von mindestens fünf Prozent teilnehmender Mitglieder. 80 Prozent waren allerdings in der direkt folgenden außerordentlichen Versammlung zur Auflösung notwendig. Die wurden erwartungsgemäß nicht erreicht. Eine weitere Sitzung soll nun am 9. März folgen, um die dann nicht mehr notwendige rechtliche Hürde zu umschiffen.

Nur noch Restarbeiten stehen an, sagte Rechner und Pohlheims Ehrenbürger Walter Damasky. Armlehnen wurden in der Behindertentoilette montiert, ein Schrank ist in der Sakristei eingebaut worden, elektrische Kerzen ersetzen die Ruß bildenden Wachskerzen. In Kürze sollen noch Energie sparende LED-Leuchten angeschafft werden. Letzte Investitionen von Fördervereinsgeldern sollen in einen neuen Teppich sowie für einen neuen Tisch und Stühle für die standesamtliche Nutzung fließen. Zudem bereitet Damasky eine ausführliche Chronik über die zwei Jahrzehnte langen Aktivitäten zum Erhalt des Kirchenbauwerks vor.

Die aktuell steigenden Nutzungszahlen können sich sehen lassen. Gebucht wurde die alte Kirche von den Bürgern im vergangenen Jahr für 28 Trauerfeiern (19 im Jahr 2016), 28 standesamtliche Trauungen, vier kirchliche Trauungen, eine Taufe und elf Konzertveranstaltungen der Vereine. (Foto: rge)

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