Markwald wartet auf versprochene Soforthilfe

  • vonRoger Schmidt
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Pohlheim(rge). Die mit der Trockenheit der letzten beiden Jahre einhergehende Invasion der Borkenkäfer hinterließ auch im Markwald Garbenteich ihre Spuren. Markmeister Hans-Martin Sames hatte schlechte Nachrichten für die Markwälder in der Generalversammlung im Landgasthof "Zum Grünen Baum" parat.

"Besorgniserregend" bezeichnete er das zurückliegende Geschäftsjahr aufgrund der extremen Dürre und dem daraus folgenden Schädlingsbefall, der so als "Käferjahr" Geschichte geschrieben hat.

Bereits geschwächte Fichten, die überlebten, werden wohl in Zukunft keine Chancen bei der bereits wieder lauernden neuen Käferbrut haben, blickte er in besorgt in die Zukunft. Auch die Buche hat aufgrund der klimatischen Veränderungen mehr und mehr Probleme. "Die Buche verabschiedet sich allmählich", sagte Sames.

Die durch die Regierung in Aussicht gestellte "Soforthilfe" für den deutschen Wald, steht seit September aus, da die Ausführungsbestimmungen auf sich warten ließen. Fördergespräche wurden mit dem Forstamt Wettenberg, dem Regierungspräsidium Darmstadt und dem Hessischen Waldbesitzerverband von den Markwäldern geführt. Fakt sei, so Sames: Der Holzmarkt ist durch das Überangebot übersättigt, selbst bis ins entfernte China. Das Holz war daher unverkäuflich.

Kostenintensiv sei hingegen die Räumung der betroffenen Flächen zur Wiederaufforstung. Der Beförsterungsvertrag wurde inzwischen von Hessen Forst zur fürstlichen Forstverwaltung Lich verlagert, teilte Sames mit. Der Vorstand wurde nach der Vorlage der Jahresabrechnung des Markrechners Horst Wallbott entlastet.

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