Kommunalwahl im Kreis Gießen

Wahl des Stadtparlaments in Pohlheim: Machtwechsel wie im Rathaus

  • vonStefan Schaal
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Trendergebnis: Der Trend der Bürgermeisterwahl setzt sich fort. Nachdem Udo Schöffmann im vergangenen Jahr als Rathauschef deutlich abgewählt wurde, bricht die CDU nun auch bei den Kommunalwahlen ein.

Pohlheim – Der Trend der Bürgermeisterwahl setzt sich fort. Nachdem Udo Schöffmann (CDU) im November vergangenen Jahres als Rathauschef in Pohlheim deutlich abgewählt und vom parteilosen Andreas Ruck abgelöst wurde, bricht die CDU nun auch bei den Kommunalwahlen ein - und dürfte die Regierungsverantwortung verlieren.

Die CDU verliert laut Trendergebnis mehr als 14 Prozentpunkte im Vergleich zu 2016 und kommt nur noch auf 24,21 Prozent. Die Stimmenanteile der SPD nehmen leicht zu. Doch aufgrund der Talfahrt der CDU bilden die Sozialdemokraten mit 33,19 Prozent die stärkste Fraktion. Vieles deutet darauf hin, dass sie mit den Grünen eine Koalition bilden werden, für die sich ein historisches Ergebnis andeutet. Sie verdoppeln dem Trendergebnis zufolge ihre Stimmenanteile. SPD und Grüne haben demnach 20 von 37 Sitzen im Stadtparlament.

Das Trendergebnis macht nach der Bürgermeisterwahl einen deutlichen Willen unter den Pohlheimern zu einer neuen Politik deutlich. Wohlgemerkt gilt es, die Ergebnisse des Kumulierens und Panaschierens abzuwarten. Dennoch dürften in den kommenden Tagen Fragen aufkommen, was der voraussichtliche Machtwechsel für den Kita-Neubau in Watzenborn-Steinberg und für die gerade eingeführten wiederkehrenden Straßenbeiträge bedeuten, die die SPD abschaffen will. (srs)

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