Die Jugendlichen an der Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim freuen sich über 20 privat finanzierte iPads. FOTO: RGE
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Die Jugendlichen an der Adolf-Reichwein-Schule Pohlheim freuen sich über 20 privat finanzierte iPads. FOTO: RGE

Lernen mit Stop-Motion-Technik

  • vonRoger Schmidt
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Pohlheim(rge). Nicht aus Mitteln des staatlichen Digitalpakts, vielmehr durch Eigeninitiative im Zusammenspiel mit privatwirtschaftlicher und persönlicher Unterstützung hat die Adolf-Reichwein-Schule 20 neue Tablet-Computer für den Unterricht zur Verfügung. Die beiden Koffer mit den Geräten im Gesamtwert von rund 12 000 Euro wurden jetzt im praktischen Umgang durch die Schüler vorgestellt.

Zu den Unterstützern gehören das in Pohlheim beheimatete Unternehmen Chr. Hansen, die Apotheke "Neue Mitte", Hautärztin Dr. Gisela Horz, der Lions Club Gießen und der ARS-Förderverein, deren Vertretern die Schulleiterin Petra Brüll dankte.

Stufenleiter 9/10 Simon Schunk erläuterte, dass neben 50 Computern den 620 ARS-Schülern bis zu den Sommerferien keine weiteren modernen IT-Geräte zur Verfügung standen. Das reiche nicht für die Anforderungen an eine moderne Bildungseinrichtung. Aufgrund vergeblicher unbeantworteter Anträge für Mittel aus dem Digitalpakt wurde man selbst aktiv, schrieb Unternehmen und Organisationen an. Das mit Erfolg.

Nach Lieferung wurden alle iPads vom Stufenleiter mit Software ausgestattet. Überhaupt kam es dabei auf das Engagement der Lehrer an, unterstrich er. Externe Einweisung in die Technik gab es nicht. Die einfache Handhabung der iPads sei für den Unterricht mit den Schülern ideal, sagte Schunk. Ein direkter Austausch der Daten zwischen Schülern und Lehrern sei problemlos möglich.

Im Unterricht zeigten Schüler der Wahlkurse "Filmwerkstatt" und "Kreativwerkstatt" mit ihrem Lehrer Jochen Michael Milchsack unter anderem die Möglichkeiten der Stop-Motion-Technik zur Erklärung von Lerninhalten aus den Bereichen Geschichte, Technik und Wissenschaft.

Recherchefähigkeit, Kreativität und der Umgang mit Lernsoftware werden so vermittelt. Die Schüler, die sich allesamt gut mit den Geräten und den neuesten Trends in den Medien auskennen, haben Spaß bei dieser Form des Unterrichts, bestätigen sie auf Nachfrage.

Dass jetzt weitere 94 Laptops vom Landkreis als Leihgeräte bald für Schüler ohne eigene Geräte zur Verfügung stehen sei ein weiterer, kleiner Schritt hin zur besseren digitalen Ausstattung, sagte die Schulleiterin. Erweitert werden müssten die WLAN-Kapazitäten, weil man dort an Grenzen stoße. Glasfaser liegt bis an die Schule, wurde allerdings noch nicht angeschlossen.

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