Lebenshilfe fordert mehr Beteiligung

  • vonred Redaktion
    schließen

Pohlheim(pm). Maren Müller-Erichsen, Aufsichtsratsvorsitzende der Lebenshilfe Gießen, und Dirk Oßwald, Vorstand der Lebenshilfe Gießen, fordern, dass Menschen mit Behinderung an Corona-Entscheidungen beteiligt werden müssen: "Für Menschen mit Behinderung ist ihr Schutz vor Infektionen ebenso wichtig wie ihre Teilhabe und bedarfsgerechte Unterstützung. Daher muss ihre Perspektive gehört werden, damit die Corona-Maßnahmen ihre besonderen Bedarfe berücksichtigen."

Menschen mit Behinderung seien häufig besonderen Risiken ausgesetzt, da sie teils wegen bestehender Vorerkrankungen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe haben. Zudem können sie präventive Maßnahmen wie Abstandhalten oft schwieriger umsetzen, da sie häufig auch auf körpernahe Unterstützung durch wechselnde Personen angewiesen sind. Gerade zu Beginn der Pandemie waren sie durch die Schließung von Tagesstätten, Schulen wie auch Werkstätten für behinderte Menschen und mit Besuchsverboten im gemeinschaftlichen Wohnen lange Zeit in Wohnstätten und Familien von der Außenwelt abgeschnitten und isoliert. Die Lebenshilfe-Vertreter fordern, dass bei allen staatlichen Maßnahmen vorab überprüft wird, welche Auswirkungen sie auf Menschen mit Behinderung und ihre Familien haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare