Tag der Nachhaltigkeit

Landwirte schaffen Lebensraum für Feldhamster

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Beim Hessischen Tag der Nachhaltigkeit stand der kleine Feldhamster in Watzenborn-Steinberg im Mittelpunkt. Unter dem Motto "Vielfältig – Hessisch – Nachhaltig" hatten das Gießener Regierungspräsidium und Familie Fay auf deren Hof Obersteinberg eingeladen. Ist doch der hierzulande auch "Hermann, der Hesse" genannte Feldhamster vom Aussterben bedroht und kommt nur noch in wenigen Bereichen des Landes vor.

Beim Hessischen Tag der Nachhaltigkeit stand der kleine Feldhamster in Watzenborn-Steinberg im Mittelpunkt. Unter dem Motto "Vielfältig – Hessisch – Nachhaltig" hatten das Gießener Regierungspräsidium und Familie Fay auf deren Hof Obersteinberg eingeladen. Ist doch der hierzulande auch "Hermann, der Hesse" genannte Feldhamster vom Aussterben bedroht und kommt nur noch in wenigen Bereichen des Landes vor.

Zum Glück gibt es engagierte Menschen, darunter viele Landwirte, die dem Aussterben des Feldhamsters aktiv entgegenwirken, wie der Gießener Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich lobend hervorhob. Zu diesen Landwirten gehört die Familie Fay, die den Obersteinberger Hof in Watzenborn-Steinberg bewirtschaftet. "Sie setzt zusammen mit dem ehrenamtlichen und behördlichen Naturschutz Maßnahmen für den Erhalt des Feldhamsters um", sagte der Behördenchef.

Wie solche Hilfsmaßnahmen konkret aussehen, dafür interessierten sich über 40 Bürger. Die Projektkoordinatorin Melanie Albert referierte über den Lebensraum und die Schutzmaßnahmen für und um den Feldhamster. Anhand zweier Präparate und diverser Schautafeln erläuterte sie den Lebensraum vom Bausystem bis hin zu den Gebieten des Feldhamsters.

750 Maßnahmen gefördert

Seit 2007 wurden in der Gemarkung Langgöns 500 Maßnahmen und in der Gemarkung Watzenborn-Steinberg auf dem Obersteinberg 250 Maßnahmen zur Rettung des Feldhamsters betreut und gefördert. Die Landwirte hätten dafür die notwendigen Lebensräume durch rücksichtsvolle Bewirtschaftung ermöglicht. Die lokalen Projekte werden zudem ehrenamtlich betreut von Martin Wenisch, Mitglied vom Naturschutzbund und der Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz (AGF).

Nach Fachvortrag und Fragerunde in der großen Hofscheune machten sich die Gäste mit den Referenten auf in die Felder südwestlich des Hofes, um nach Hamstern und ihren Bauten Ausschau zu halten.

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