Kulturring sieht Aufführungen in Frankfurt und Heidelberg

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Pohlheim (pm). Einen besonderen Theaterbesuch absolvierte kürzlich der Kulturring Pohlheim: Im Frankfurter Palmengarten führte das Papageno-Theater "Die Kinder der toten Stadt", ein Musikdrama gegen das Vergessen auf. Schauplatz des Stücks war das Konzentrationslager Theresienstadt im Sommer 1944. Dort hatte sich eine Delegation des Roten Kreuzes zur Inspektion angekündigt. Auf Anweisung des Lagerkommandanten sollte zum Schein für die Besucher das komplette Lager aufgehübscht werden. Ein inhaftierter Komponist wurde beauftragt, eine Kinderoper auf die Bühne zu bringen. Ein Propagandafilm wurde gedreht.Kurz nach der Aufführung wurden fast alle Häftlinge, auch die Kinder sowie das Filmteam, in Auschwitz ermordet.

Nach der Aufführung gab es minutenlangen stehenden Applaus für die Darsteller, in erster Linie Kinder und Jugendliche, die mit ihren Singstimmen überzeugten.

Einige Tage später war Heidelberg das Ziel des Kulturrings Pohlheim. Nach einer interessanten Stadtführung stärkte man sich in der "KulturBrauerei" für den Abend. Die Bergbahn brachte die Teilnehmer zum Schloss. Im Hof der berühmtesten Ruine Deutschlands wurde das Musical "Anatevka" aufgeführt. Die bewegte Geschichte um Milchmann Tevja und seine Töchter bot große bewegte Bilder und sehr intime, anrührende Szenen, die wirkungsvoll auf der Bühne dargestellt wurden.

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