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Lieferando-Herausforderer aus Kreis Gießen trotz guter Idee gescheitert

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Von: Stefan Schaal

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Lieferando ist überall: Der Lieferdienst dominiert den Markt. (Symbolbild)
Lieferando ist überall: Der Lieferdienst dominiert den Markt. (Symbolbild) © IMAGO/Michael Gstettenbauer

Ein Lieferdienst aus dem Kreis Gießen wollte Lieferando ernsthafte Konkurrenz machen. Jetzt müssen die Gründer ihre Niederlage eingestehen.

Pohlheim/Heuchelheim – Sie wollten Lieferando ärgern, müssen nun aber ihr Scheitern eingestehen: Die Jungunternehmer Alexander Matschassek und Marvin Neuhaus aus Pohlheim und Heuchelheim haben ihr Startup »Foodfinder24« aufgegeben. Ihre Internetseite ist offline.

Die Geschäftsidee der beiden Existenzgründer war durchaus vielversprechend: Kunden sollten über ihr Portal Pizza, Burger und Sushi online bei Restaurants im Kreisgebiet bestellen können. Vor allem die heimischen Gaststätten sollten dabei profitieren: Beim Marktführer Lieferando müssen diese bis zu 30 Prozent Provision zahlen, das Startup versprach, darauf zu verzichten.

Kreis Gießen: Vielversprechendes Konzept von Lieferando-Konkurrent

Stattdessen sollten die Restaurants dem Startup 249 Euro im ersten Jahr zahlen - so viel zahlt so manche Gaststätte Lieferando an einem Tag an Provisionen und Gebühren. Der Betrag sollte danach erhöht werden. »Provisionen wird es bei uns aber nie geben«, versprach Neuhaus. »Bei uns wissen die Restaurants, welche Kosten auf sie zukommen.« Sie hätten nichts zu verlieren«, sagte Neuhaus. »Und natürlich reizt es uns, den großen Wettbewerber zu ärgern.«

Rund 20 Gastronomen habe man für die Idee zumindest interessieren können, berichtete nun Neuhaus. Vor allem im Kreisgebiet außerhalb der Stadt Gießen aber sei es nicht gelungen, Gaststätten zu überzeugen. Vor zwei, drei Monaten seien sie zu der Entscheidung gekommen, das Startup aufzugeben. (srs)

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