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Karl Schmitt

Karl Schmitt feiert 95. Geburtstag

  • vonRoger Schmidt
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Pohlheim (rge). In seiner Jugend hatte es der 1926 in Watzenborn-Steinberg geborenen Karl Schmitt nicht leicht. Nach Volksschule und Ausbildung bei der Deutschen Reichsbahn wurde er 1943 mit 17 Jahren zur Wehrmacht eingezogen. Dort erlebte er die Schrecken des Krieges als Messtruppführer in einer Flakeinheit und sah viele seiner Kameraden sterben.

In Flensburg kam er in englische Kriegsgefangenschaft, konnte aus dem Lager fliehen und erreichte über einen gefahrvollen Weg wieder sein Heimatdorf.

All das ist lange her. Heute feiert der Ehrenpräsident des Gesangverein Sängerkranz Watzenborn-Steinberg seinen 95. Geburtstag. »Dackdechersch’ Karl«, wie er auch genannt wird, ging später wieder zur Deutschen Bundesbahn und schaffte es bis zum Personalchef einer großen technischen Dienststelle in Gießen.

1948 heiratete Schmitt seine große Liebe Erna, mit der er 2018 Gnadenhochzeit feierte, bevor sie 2019 starb.

Bereits 1940 war er in den Sängerkranz eingetreten, in dem er 21 Jahre die Geschicke als Vorsitzender leitete. Es wurden viele Erfolge gefeiert und damals noch nicht selbstverständliche Chorreisen ins In- und Ausland unternommen. Schmitt wurde für 65 Jahre Sängertätigkeit mit der Friedrich-Knoche-Gedächtnismedaille des Sängerbundes Hüttenberg-Schiffenberg geehrt und 1976 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen.

Noch heute verfolgt der Jubilar, trotz gesundheitlicher Einschränkungen, das gesellschaftliche Leben in der Limes-Stadt aufmerksam. Große Freude bereiten dem Pohlheimer die Familie mit seiner Tochter Monika und ihrem Mann, deren Kinder, zwei Enkeln und vier Urenkeln.

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