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Karibisches Kopfkino

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Von: Roger Schmidt

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, die vom früheren Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer als so apostrophierte »Kulturstadt am Limes«, hat für aufmerksame Kultur- und Musikfreunde immer wieder Besonderes und Neues zu bieten. Mit markanter Stimme, Rhythmus im Blut und einer Mischung aus Latin, Jazz, Soul und Gospel eroberte am Sonntagabend die aus der Karibik stammende Sängerin Nidia Ortiz die Herzen der Konzertbesucher in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg. Instrumental wurde sie dabei von vier ausgezeichneten Musikern ihres Quintetts begleitet.

, die vom früheren Bürgermeister Karl-Heinz Schäfer als so apostrophierte »Kulturstadt am Limes«, hat für aufmerksame Kultur- und Musikfreunde immer wieder Besonderes und Neues zu bieten. Mit markanter Stimme, Rhythmus im Blut und einer Mischung aus Latin, Jazz, Soul und Gospel eroberte am Sonntagabend die aus der Karibik stammende Sängerin Nidia Ortiz die Herzen der Konzertbesucher in der Volkshalle Watzenborn-Steinberg. Instrumental wurde sie dabei von vier ausgezeichneten Musikern ihres Quintetts begleitet.

Gerd Stein an der Gitarre ließ dabei in eingestreuten Instrumental-Parts zudem Erinnerungen an Carlos Santana wach werden, genauso wie seine kongenialen Partner am Bass mit Peter Herrmann, Joe Bonica an den Drums und Daniel Schulz an Piano und den Keyboards. Sie bildeten den instrumentalen Rahmen für den Auftritt von Ortiz.

Erstklassige Unterhaltung war so beim Konzert garantiert, die zudem mit der karibischen Sängerin aus der Dominikanischen Republik neben besagter ausgeprägter Stimme in einem farbenfrohen Hauch von Kleid auf der Bühne mit Blume im langen roten Haar erschien. Ihr Salsa-Titel »Tu Amistad« oder der Cover-Song des Welthits »Besame Mucho« waren gleich eingängige Titel, die das Kopfkino mit »Caribbean Feeling« mit weißen Sandstrand, blauen Lagunen und einer Strandbar mit entsprechender Musik bei den Gästen auslösten. Zuvor hatte Pastor Hauke Burghardt von der Freien Evangelischen Kirchengemeinde Pohlheim die Gäste als Veranstalter dieses außergewöhnlichen Abends begrüßt. Dass Ortiz das Konzert als Benefiz für den Umbau des Gemeindehauses in der Steinstraße gab, war ihm ein großes Dankeschön wert. Die junge Frau ist durch ihre christliche Familie geprägt und wuchs mit lateinamerikanischer Musik ihrer Heimat und auch kirchlicher Musik mit Gospels und Spirituals auf. Grund genug ihre Talente für die Gemeinde einzubringen. Genau dieses christliche Musikgenre stand im zweiten Teil im Mittelpunkt. »Sing and Pray« (Singe und Bete) oder der christliche Gospel-Evergreen schlechthin »Amazing Grace« waren dafür bezeichnende Beispiele, die die Zuhörer mitrissen. Auch »Latin Love« und »One Note Samba« beim Soul-Latin-Block zum Finale wurden begeistert aufgenommen. Lang anhaltender Applaus war garantiert. Am Ende wurden noch Spenden für den Umbau des Gemeindehauses gesammelt, das im nächsten Jahr fertiggestellt sein soll.

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