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Der Bagger arbeitet, der Übergang ist gesperrt. Der Radfahrer aber schert sich nicht darum.

Kamikaze-Aktionen am Bahnübergang in Garbenteich

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Pohlheim (pad). In der Watzenborner Straße in Garbenteich wird derzeit der Bahnübergang saniert. Damit die Arbeiten zügig vorankommen, ist die Straße gesperrt. Zudem sind derzeit die Schranken- und Signalanlagen demontiert, die vor einem herannahenden Zug warnen würden. Doch einige Passanten scheint dies nicht zu kümmern: Sie durchqueren die Baustelle, als würde die Sperrschilder für sie nicht gelten. Das verzögert nicht nur die Bauarbeiten, sondern ist auch lebensgefährlich und kann ein Strafverfahren nach sich ziehen.

Rausreden kann sich in Garbenteich keiner: Mehrfach weisen Sperrschilder darauf hin, direkt vor der Baustelle stehen nochmals Verkehrszeichen, die auch Fußgängern den Durchgang verbieten. Die Umleitung ist ausgeschildert, führt über einen 200 Meter entfernten Bahnübergang. Doch selbst wenn die Bagger in Bewegung sind, springen einige noch über die Gleise und gefährden damit nicht nur sich selbst. Die Bundespolizei in Kassel findet hierfür deutliche Worte: Wer die Absperrungen ignoriere, handele grob fahrlässig, heißt es. Da der Bahnübergang gesperrt sei, sei dies mindestens eine Ordnungswidrigkeit, die mit 25 Euro geahndet werde.

Dann kann es richtig teuer werden

Sollte gar ein Zug wegen solch einer illegalen Überquerung bremsen müssen, wird es richtig teuer: Dann leitet die Polizei ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Werden Menschen verletzt - etwa weil sie bei der Vollbremsung des Zuges stürzen -, können sie den Verursacher auf Schadensersatz und Schmerzensgeld verklagen. (Foto: pad)

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