Jusos fordern Jugendzentrum

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Pohlheim(pm). Im August hatten sich die Jungsozialisten in der SPD in Pohlheim erstmals nach mehr als 50 Jahren neu gegründet. In den Vorstand wurden Hannah Schäfer (Kassiererin), Nicolas Rauch (Sprecher) und Marius Kurz (Sprecher) gewählt.

Während der letzten Monate haben sich die Pohlheimer Jusos ausführlich mit dem Thema "Jugendarbeit" befasst und kamen zu folgendem Ergebnis: Sie vermissen eine Begegnungsstätte für Jugendliche in Pohlheim. Es gebe überwiegend Angebote der Sportvereine und kirchlicher Einrichtungen. Die Vereine würden - aus welchen Gründen auch immer - mit der Jugendarbeit alleingelassen. Das dürfe in einer Stadt der Größenordnung von Pohlheim nicht sein. Es müssten unbedingt umfangreichere städtische Angebote für die Jugend geschaffen werden. Aktuell bestehe nur ein kleines Jugendbüro, dessen Mitarbeiterinnen im Rahmen der Möglichkeiten gute Arbeit leisteten. Der Fehler liege nicht bei ihnen, sondern sei in der Politik zu finden.

Daher fordern die Jusos die Einrichtung und den Betrieb eines kommunalen Jugendzentrums. Das Jugendzentrum müsse von pädagogischen Fachkräften geleitet, die Jugendlichen begleitet und unterstützt werden. Zugleich sollten die Jugendlichen über die Inhalte und die Organisation demokratisch mitbestimmen dürfen. So könnten beispielsweise handwerkliche Kurse ganz nach den Bedürfnissen der Jugendlichen, mediale Bildung (neue Medien, soziale Netzwerke) sowie freies kreatives Gestalten angeboten; Räumlichkeiten zum Musizieren zur Verfügung gestellt und ein Jugendcafé eingerichtet werden.

Außerdem möchten die Jusos demokratische Erziehung einen hohen Stellenwert einräumen. Ein Jugendparlament wäre der geeignete Weg, Demokratie lebhaft erfahrbar zu machen und die Jugendlichen in gesellschaftspolitische Strukturen besser einzubinden. Partizipation bedeute in diesem Fall, Jugendliche demokratisch zu bilden - Demokratie, Meinungsfreiheit, Mitbestimmungsrecht erfahrbar zu machen. Ein Jugendzentrum würde die ideale Möglichkeit bieten, das Verständnis dafür Schritt für Schritt aufzubauen.

Zur Umsetzung müsse das bestehende Jugendbüro angemessen ausgestattet und erweitert werden. Das beinhalte entsprechend geschultes Personal, Möglichkeiten zur räumlichen Umsetzung und nicht zuletzt auch die nötigen finanziellen Mittel. Die Stadt Pohlheim habe aktuell einen guten finanziellen Spielraum. Sie sollte sich die Chance nicht entgehen lassen, sinnvoll für die Jugend zu investieren. Die Mittel dafür könnten im Haushalt der Stadt für 2020 bereitgestellt werden.

Wer die Jugend an Pohlheim langfristig binden möchte, müsse auch die entsprechenden Möglichkeiten bieten. Pohlheim müsse wieder attraktiv werden, fordern die Jusos abschließend.

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