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So kann der Lesegottesdienst daheim gefeiert werden.

Jubiläumskonfirmation wird nach Hause verlegt

  • vonGünther Dickel
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Pohlheim (gdp). Dass sich in 60 Jahren recht viel verändert, ist normal. Dass jedoch die diamantene Konfirmation einmal in Form eines »Lesegottesdienstes« stattfinden würde, galt bislang als unvorstellbar. Doch der in letzter Zeit oft mit der Bezeichnung »Präsenz« angesagte Gottesdienst hätte eigentlich schon vermuten lassen müssen, dass noch weitere Umsetzungsarten notwendig würden, um »mit Gott in Verbindung zu treten«.

Dass der Watzenborn-Steinberger evangelische Kirchenvorstand in der aktuellen Pandemiesituation die Form des »Lesegottesdienstes« eingeführt hat, stellte sich am Sonntag für die Diamantkonfirmanden als Segen heraus. Mit einer Gruß- und Glückwunschkarte hatten Pfarrerin Jutta Hofmann-Weiß und Vorsitzender Wolfgang Schmandt vom Kirchenvorstand gratuliert und auf die aktuelle Situation eingestimmt.

In einem beigefügten 20-seitigen DIN-A5-Heftchen war der komplette Gottesdienstablauf inklusive einer kleinen Anleitung abgedruckt. Für die im Gottesdienst angesagten Lieder wurde lediglich ein Handy benötig. Denn mit dem Erfassen des abgedruckten QR-Codes erklang die Kirchenmusik von Kantorin Cordula Scobel, welche endlich wieder mitgesungen werden durften, denn man sang ja zu Hause.

Ein Erlebnis war auch, einmal die Predigt selbst zu lesen, die Prädikant Matthias Rohlehr auf das Jubiläum zugeschnitten hatte. Wer am Sonntagmorgen in seinem trauten Heim einen Tisch mit einem Kreuz dekorierte und eine Kerze anzündete, konnte seiner Konfirmation vor 60 Jahren, an Palmsonntag mit Pfarrer Ernst Maschmann, gedenken. Im Nachgang bedankte sich das Orga-Team bei Gemeindesekretärin Sabine Hickmann für die Unterstützung.

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