Workshop für Unternehmer

Info zu Vorkasse, Pfändung und Gerichtsvollzieher

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Pohlheim (pm). "Denken Sie jedes Geschäft vom möglichen Ende her": Mit diesen Worten eröffnete Bob Dingeldey kürzlich einen informativen Workshop des Gewerbevereins Pohlheim. Der Rechtsanwalt Dingeldey führte von dieser drastischen These aus unterhaltsam durch die vielfältigen Dinge, die ein Gewerbetreibender beachten muss, wenn er am Ende nicht für Gottes Lohn arbeiten will. Unter reger Diskussionsbeteiligung der Unternehmer wurde ein Bogen gespannt von der Auftragserteilung (wer ist Vertragspartner) über den Auftragsgegenstand (was wird miteinander vereinbart) bis zur Frage von Vorkasse und Pfändung des zahlungsunwilligen Kunden. Dabei wurden selbst altgediente Unternehmer überrascht, wie ihr alltägliches Handeln dazu beiträgt, eine Forderung schlimmstenfalls ins Leere laufen zu lassen.

Solange ein Unternehmer sich die so entstehenden Ausfälle "leisten" könne, dürfe er gerne so weitermachen wie gehabt, sagte Dingeldey. Aber der Unternehmer nehme dabei in Kauf, dass er sich diese Ausfälle durch entsprechend hohe Kalkulationsmargen von seinen ehrlichen Kunden bezahlen lasse. Auch Vorkasse sei nichts Ehrenrühriges. "Wenn ein Kunde da schon zuckt, ist es gegebenenfalls besser, das Geschäft nicht zu machen", so der Referent, und: "Warum sollte ein Kunde, der einen Auftrag am Ende bezahlen will, keine angemessene Vorkasse leisten?"

Für den informativen Vortrag gab es viel Applaus für Dingeldey. Der Vorstand des Gewerbevereins will auch in Zukunft Veranstaltungen dieser Art anbieten und hofft auf breite Resonanz unter den Mitgliedern.

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